Ausgewogene Lebensweise
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Nach über zwei Monaten Blog-Pause melde ich mich wieder zu Wort. Falls du gedacht hast der Blog sei tot, kann ich dich beruhigen. Es werden weiterhin Beiträge publiziert.

In dieser Pause habe ich lernen dürfen wie wichtig eine ausgewogene Lebensweise für die eigene Befindlichkeit ist. Diese Erfahrung war sehr wichtig, vor allem weil ich bloss eingeschränkt an meiner Berufung arbeiten kann.

Es war ja nicht so, dass ich in den letzten Wochen keine Lust hatte Blog Beiträge zu verfassen oder mir die Ideen fehlten. Oh nein. Die Erklärung ist ganz einfach: Mich hatte es flach gelegt.

Nachdem ich meinen Beitrag für Afschin’s Blog beendete, zeigte sich ein erneutes Erysipel. Dies war das Dritte innerhalb eines Jahres. Du kannst dir vielleicht vorstellen wie es ist, wenn du endlich deine Berufung leben möchtest und dann urplötzlich krank wirst. Ich war alles andere als freudig gestimmt.

Nach sieben Tagen Spital-Aufenthalt und einer weiteren Woche Bettruhe fühlte ich mich noch immer total schlapp. Erst nachdem ich mich im Urlaub von Ende März so richtig erholen konnte fühlte ich mich besser. In der Zeit dazwischen konnte ich aus Müdigkeit und Erschöpfung kaum an meiner Praxis arbeiten.

Der Zusammenbruch hat sich über die Zeit hinweg angekündet. Im Grunde habe ich Raubbau an mir selbst begangen. Seit über einem Jahr arbeite ich, bei meiner Haupttätigkeit in der IT Security, vermehrt Überstunden. Dies hatte mich selten davon abgehalten Abends und an den Wochenenden an meiner Praxis zu arbeiten. Die Tätigkeit als psychosozialer Berater erfüllt mich, so dass ich diese nie als Belastung empfand. Sie motiviert mich und treibt mich an mein Bestes für meine Klienten zu geben.

Meine innere Ruhe, welche ich vor einem Jahr in mir spürte, verlor ich zunehmend. Schleichend stellte ich fest, wie ich des öfteren emotionsgeladen reagierte und längere Erholungsphasen benötigte. Anstatt mich zu erholen arbeitete ich an meiner Praxis weiter.

Nach dem ersten und zweiten Erysipel fuhr ich weiter wie zuvor. Ich hatte keine Intension irgendetwas an meinem Verhalten zu ändern. An dieser Stelle kommt mir der Spruch in den Sinn: “Wer tut was er immer tut, erhält was er immer erhält.” In meinem Fall war es die besagte dritte Blutvergiftung.

Als ich das dritte Mal im Spital lag wurde mir bewusst, ich müsse wirklich etwas verändern. Ich verlängerte  meinen Urlaub von einer auf zwei Wochen, um mir damit längere Erholungszeit zu gönnen. Trotz der Befürchtung, ich würde in meiner Praxis weniger erreichen, fasste ich den Entschluss in meiner Freizeit (und im Urlaub) weniger zu Arbeiten.

Ich habe im Urlaub die Zeit mit meiner Familie verbracht, mit meinem Sohnemann gespielt, leidenschaftlich gekocht, gebacken, gelesen, mich mit Freunden getroffen und mir mal wieder etwas gegönnt. Meine Befindlichkeit hat sich extrem verbessert, seit ich Zeit in all meinen Lebensbereichen investierte. Ich fühle mich ausgewogen, energiereich, ruhig und gelassen.

Im Urlaub habe ich ab und zu mal an meiner Praxis gearbeitet. Teilweise hatte ich das Gefühl ich käme in meiner Tätigkeit als Berater zu langsam vorwärts. In Tat und Wahrheit konzentriere ich mich auf das Wesentliche und kam dabei schneller voran. Der Urlaub war sehr erholsam und in meiner Arbeit kam ich ein gutes Stück vorwärts.

Anstatt die ganze Zeit deiner Berufung nach rennen zu wollen und jede freie Minute darin zu investieren, rate ich dir deine anderen Lebensbereiche nicht zu vernachlässigen. Vor allem wenn die Zeit ohnehin knapp ist, du Familie hast und einer fordernder Arbeit nachgehst, ist es wichtig auf dich selbst zu achten. Eine ausgewogene Lebensweise empfinde ich in der Zwischenzeit als Basis, um einer erfüllenden Tätigkeit/Berufung nachgehen zu können. Denn ohne Basis wirst du deinen Herzenswunsch kaum in die Realität umsetzen können.

“Schau zu dir” & Herzliche Grüsse

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PS. Woran ich derzeit arbeite wirst du bis Ende Mai erfahren. Bis dahin habe ein wenig Geduld.

 Noch mehr Inspiration findest du im Artikel “Was ist Selbstbewusstsein

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