Dankbarkeit
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In letzter Zeit stiess ich des Öfteren auf Webseiten von Bloggern, welche das Logo „Vorbildunternehmer“ tragen. Neugierig geworden, was hinter dem Logo steht, konnte ich meine Wissbegier auf www.vorbildunternehmer.de befriedigen. Beim Durchstöbern der Informationen fand ich Mara Stix, aus Wien. Weil ich ihren Namen von Twitter her kannte, wollte ich mehr über sie erfahren. Das Erste was mir auf ihrem Blog auffiel, war die Aufforderung zu ihrer ersten Blogparade: Dankbarkeit. Das Thema beschäftige mich, weshalb ich nun an der Blogparade teilnehme.

Eine knifflige Aufgabe

Ich habe mir lange überlegt was es sinnvolles über Dankbarkeit zu schreiben gibt. Ich wollte einen Text kreieren, der Dankbarkeit und Persönlichkeitsentwicklung vereint. Doch ich fand keine Worte. Mit dem Thema Dankbarkeit konnte ich doch tatsächlich nicht viel anfangen. Ich kam einfach nicht weiter. Deshalb beschloss ich darüber zu meditieren und es entstand folgender innerer Dialog.

Konditionierte Höflichkeit

Die erste Frage lautete: „Wann bin ich dankbar?“

Die Antwort darauf kam sehr schnell. „Wenn mir jemand ein Geschenk überreicht oder wenn mir jemand behilflich ist bin ich dankbar.“

„Was noch?“

„Hmm. Ich bin gut erzogen. Das heisst ich sage häufig Danke.“

„Was fühlst du wenn du Danke sagst?“

Pause

„Wie bitte?“

„Was fühlst du konkret, in den von dir erläuterten Situationen, wenn du Danke sagst?“

„Ähm…das kann ich gar nicht sagen. Die Antwort geschieht reflexartig.“

„Es handelt sich dabei also um einen Reflex Das tönt, als ob du gar keine Dankbarkeit spüren würdest.“ 

„Ja das stimmt. In diesen Situationen spüre ich oft nichts. Es scheint, wie wenn meine Dankbarkeit konditioniert sei. Es geht hauptsächlich um die Höflichkeit, anstatt um das tatsächliche Gefühl. Doch gibt es auch Situationen, in welchen ich Dankbarkeitsgefühle erlebe. „

„Was für Situationen sind das?“

„Wenn mir eine Person selbstlos hilft oder mir ein Geschenk gibt, welches ich gar nicht erwartet habe. Jetzt wird mir etwas klar! Es sind Gegebenheiten in denen ich keine Erwartungen habe. In solchen Situationen fühle ich Dankbarkeitsgefühle, weil ich als Person wertgeschätzt werde und nicht weil ich etwas getan habe.

„Wie äussern sich diese Dankbarkeitsgefühle genau?“

Dankbarkeitsgefühle

Wenn ich dankbar bin, dann spüre ich dies in meinem Herzen. Es scheint sich zu öffnen und eine Wärme breitet sich in meinen Körper aus. Meine Augen fangen an zu leuchten und ein Lächeln zeichnet sich auf meinem Gesicht ab. Ich spüre Freude in mir, danke meinem Gegenüber aus vollem Herzen und schenke ihm meine ganze Dankbarkeit. Es fühlt sich an, als ob in dieser Form der Dankbarkeit eine Art Wertschätzung enthalten sei. Wertschätzung gegenüber der Person, gegenüber der Tat oder dem Geschenk, welches ich von ihr erhalten habe.

Perspektivenwechsel

„Da passiert ja einiges in dir wenn du Dankbarkeit ehrlich spürst.. Die Gefühle beeinflussen deinen Körper, indem deine Augen leuchten und du lächelst. Wie beeinflussen sie dein Denken?

„Mein Denken?“

„Alles hängt zusammen. Wenn du diese Gefühle spürst, wirst du sicher eine Veränderung in deinem Denken feststellen, oder?.“

„Aus dieser Sicht, wird mein Denken leichter, freier, offener, weitsichtiger. Ich bin meinem Gegenüber noch freundlicher gesinnt und überlege  was ich Gutes tun könnte.“

„Ich verstehe. Du wärst dann bereitwilliger dieser Person Gutes zu tun.“

„So ist es.”

„Da fällt mir etwas auf. Du sagtest du seist dankbar wenn jemand etwas für dich „tut“ oder dir etwas „gibt“. Wir wechseln nun mal die Perspektive. Wie dankbar bist du, wenn du etwas für dich selbst tust oder du dir etwas schenkst?

„Wenn ich etwas für mich selbst tue, fühle ich mich ruhiger und gelassener. Je nachdem auch energiegeladen, z.B. beim Sport. Auf jeden Fall fühlt es sich gut an.. Wenn ich mir etwas selbst schenke fühle ich kaum etwas. Vieles interessiert mich nicht, z.B. Klamotten.. Wenn ich aber etwas kaufe, was mich begeistert wie z.B. Lego Technics, dann fühle ich Freude.“

„Wie oft machst du etwas für dich selbst?

„Nicht so oft, Kein Wunder hatte ich Mühe nachzuspüren was ich dabei empfinde. Ich mache es zu wenig. .“

„Interessant. Ich sehe nämlich noch zwei weitere Möglichkeiten, bei denen du Dankbarkeit verspüren könntest. Diese Optionen werden oft vergessen, doch sie sind genauso wichtig. Die Optionen heissen „Sein“ und „Haben“. Wie äussert sich deine Dankbarkeit wenn du daran denkst wer du bist, oder was du erreicht hast, und was du besitzt?

„Ganz ehrlich, ich sehe meinen Besitz als gegeben an. Teilweise habe ich Angst ihn zu verlieren. Ich denke das ist normal. Dankbarkeit gegenüber dem was ich bin und was ich erreicht habe? Das spüre ich zu wenig und nehme es ebenfalls als gegeben hin.“

„Das habe ich mir fast gedacht. Angenommen du würdest dir täglich danken was du erreicht hast, wer du bist und was du besitzt. Was würde sich für dich ändern?“

Eigene Dankbarkeit

Ich bin in manchen Situationen dankbar über Geschenke und Hilfeleistungen anderer Personen. Mir selbst schenke ich jedoch kaum Dankbarkeit. Genau betrachtet habe ich in meinem Leben viel geleistet und erarbeitet. Warum sollte ich nicht einfach probieren mir selbst zu danken? Was kann passieren?

Anfänglich würde ich diese Dankbarkeit wohl anzweifeln. Wenn es mir jedoch gelingt diese Gefühle zuzulassen, würde sich vieles verändern. Ich würde meine Leistungen wertschätzen, sehen was ich wirklich erreicht habe und erkennen, dass ich vieles selbst erschaffen habe. Ich sähe mich als Ursprung meines derzeitigen Lebens. Ich sähe mich als selbst bestimmender Schöpfer meiner eigenen Wirklichkeit.

Wie würde es dir ergehen wenn du dir mehr Dankbarkeit entgegen brächtest?

Herzlichst

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