Der Blick nach Innen – Selbstreflexion bringt Klarheit
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Kennst du diese Situation, dass du etwas erreichen willst, was dir sehr wichtig ist – aber dir dabei selbst im Weg stehst? Obwohl du hart an der Sache arbeitest und viel Energie aufwendest, geht es nicht voran. Jetzt ist es Zeit, an dir selbst zu arbeiten, den Blick nach innen zu richten. Werde dir darüber klar, was für ein Typ von Charakter du bist, wie du mit dir selbst umgehst und wie du auf andere Menschen wirkst. Ja, es ist richtig, selbstkritisch zu sein – aber nicht destruktiv. Ein konstruktiver Umgang mit dir selbst heißt, tolerant mit deinen Stärken und Schwächen umzugehen. Durch Selbstreflexion gewinnst du Klarheit darüber, warum dir manche Dinge im Leben gelingen und andere nicht. Erst, wenn du Bewusstsein in dein Leben bringst, bist du bereit für eine souveräne Gestaltung deiner Biographie.

Zwischen Familienstellung und Charaktertyp

Selbstreflexion, der Blick in dein Inneres, ist generell etwas Positives. Es handelt sich nicht um eine Belastung, sondern um eine Bereicherung deines Lebens. Sich Klarheit über sich selbst abzulegen, ist anstrengend – doch ist ein Leben unter der Maxime der Bequemlichkeit besonders reizvoll? Nein, es ist langweilig! Und es ist gefährlich, wenn du dir keine Klarheit über die Ursachen von Ängsten zum Beispiel verschaffst. Denn dann wirst du nie in der Lage sein, ein wirkliches freies, selbstbestimmtes Leben zu führen. Der Blick muss dazu nach innen gehen, auf deine Familiengeschichte, denn dort ist sie entstanden, die Angst. Vielleicht dadurch, dass in eurer Familie über Konflikte nicht offen und fair gestritten wurde um des Friedens willen – einem falschen Frieden! Und deswegen kannst du es als Erwachsene nicht und hast einen Mann geheiratet, der ebenfalls klare Gespräche über kontroverse Angelegenheiten eurer Partnerschaft scheut. Wenn du nicht bereit bist, den Blick darauf zu richten, kommst du aus dieser Zwangsjacke deiner Biographie niemals heraus.

Mit Meditation heraus aus den eingefahrenen Ritualen

Wenn du dich weigerst, dir darüber Klarheit zu verschaffen, hindert deine Angst dich auch an Erfolgen auf anderen Feldern des Lebens. Zum Beispiel daran, dir im Beruf eine gesicherte, zufriedenstellende und vernünftig bezahlte Position zu erobern. Auch eine erfüllte Partnerschaft und ein glückliches Familienleben bleiben dir als ängstlicher Mensch verstellt. Du benötigst viel Energie, um vor der Angst wegzulaufen, sie zu leugnen und dich vor ihr zu fürchten. Ein kleiner Teil dieser sinnlos vergeudeten Kraft aber genügt schon für die Überwindung der Angst. Vergleiche dich nicht mit Menschen, die andere Grundströmungen in ihrer Seele besitzen, als du selbst. Dieser Blick macht dich nur unzufrieden, denn es gibt nun einmal den Charakter, der mehr Feuer in sich spürt als andere. Das sind zum Beispiel die auf Erfolg fixierten Karrieremacher oder die hedonistischen Abenteurer. Verschaffe dir Klarheit darüber, dass deine Persönlichkeitsstrukturen weder besser noch schlechter sind – sondern nur anders.

Klarheit über die Persönlichkeitsstruktur gewinnen

Vielleicht bist du der Wohlfühl-Typ, für den Genuss und Offenheit im Mittelpunkt der Lebensführung stehen. Oder der Harmonie-Liebende , der gerne im Einklang mit Familie, Freunden und Arbeitswelt lebt. Vielleicht bist du auch der Typ Mensch, der gerne lacht und dem Sarkasmus frönt. Wenn du ein Mensch bist, für den Sicherheit und Disziplin die wichtigsten Eckpfeiler der Lebensgestaltung sind, fällt dir die Selbstreflexion allerdings schwerer. Wenn du ein Traditionalist bist, für den Ordnung und Konstanz unverzichtbar sind, musst du mehr an deiner Selbstreflexion arbeiten, als Menschen, denen Veränderungen im Leben leichter fallen. Um Missverständnisse auszuschließen: Du bist kein schlechterer Mensch, weil du Beständigkeit statt Beweglichkeit bevorzugst. Jeder Persönlichkeitstyp besitzt Vor- und Nachteile bei der Bewältigung des Lebens. Nicht die Selbstreflexion ist unbequem, sondern die Folgen davon, sie nicht zu praktizieren.

Von belastenden zu befreienden Ritualen

Wie verschaffst du dir Klarheit über die Frage, warum du dich immer wieder unverstanden fühlst? Natürlich richtest du den Blick auf andere Menschen und die Umstände der Kommunikation – aber du richtest ihn auch nach innen. Ja, denke darüber nach, ob du die falschen Leute mit den falschen Worten und Argumenten zur falschen Zeit ansprichst. Aber direkt darauf folgt die Frage: Warum ist das so? Die Antwort darauf findest du in dir – nicht bei anderen. Gerade für die weniger veränderungsfreudigen Menschen gilt der Satz: Eingefahrene Gewohnheiten und Rituale mit negativen Folgen bekommst du nicht anders in den Griff, als sie durch neue Rituale und Gewohnheiten ohne schädliche Nebenwirkungen zu ersetzen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.

1. Tagesrückblick
Wenn dir Selbstreflexion schwerfällt, gib ihr einen festen Platz im Alltag. Überlege dir, wann und wo du in einigen, ruhigen Minuten des Tages Zeit hast, ungestört zu dir selbst zu finden. Gedanken und Gefühle fließen dann ungestört von allen anderen Signalen der Welt durch deinen Kopf und deine Seele. Bei diesem Blick nach innen gewinnst du Klarheit, bilden sich die Fragen und Antworten, Strategien und Prinzipien heraus, mit denen du über eine größere Klarheit zu mehr Lebensqualität findest.

2. Meditation
Eine andere Möglichkeit ist die Meditation. Die Konzentration auf eine Sache stoppt das ewige Karussell in Kopf und Seele. Diese Sache kann ein Bild sein, ein Wort oder der Versuch, sich das Nichts vorzustellen. Damit erreichst du eine höhere Achtsamkeit dir selbst gegenüber, gewinnst Abstand vom Alltag und kehrst mit einem anderen Blick darauf nach dem Ende der Meditation mit neuen Kräften darin zurück.

3. Tagebuch schreiben
Was du leicht in dein Leben aufnehmen kannst, ist die Gewohnheit, ein Tagebuch zu führen. Dabei ist es nicht so wichtig, es täglich zu machen, sondern dann, wenn du den Wunsch danach verspürst. Das ist möglicherweise zweimal täglich der Fall – aber dann vielleicht erst drei Tage später wieder. Wichtig ist, ein Ritual für den Blick nach innen einzuführen. Dann findest du über die Selbstreflexion den Weg zur Lösung und zu einem stärkeren Selbstausdruck. Manchmal entdeckst du Wege wie du deine Komfortzone verlassen könntest. was deine Lebensqualität verbessert.

Von der Angst vor Veränderung zur Freude an der Selbstreflexion

In diesem Beitrag geht es um die Angst vor Veränderungen im Leben. Um das Scheitern nach den immer gleichen Mustern und um die Suche nach Auswegen aus diesen negativen Verhaltensmustern. Sie führen über die Etablierung von Ritualen wie Meditieren und Tagebucheinträge zur Selbstreflexion. Am Beginn steht die Erkenntnis, dass es viel schwieriger ist und mehr Kraft kostet, in falschen Verhaltensmustern zu verharren, als sie zu überwinden.

Herzlichst

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Wie weiter?

Dieser Beitrag stellt die Lektion 4 zur Grundlage “Selbstbewusstsein stärken: Der Einstieg” dar.

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