Jobwechsel mit Köpfchen
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Bist du mit deinem Job unzufrieden und hast Verpflichtungen wie z.B. eine Familie? Dann wird dich dieser Artikel sehr interessieren. Nimm dir ein paar Minuten Zeit und erfahre, weshalb du nicht eigenständig zu werden brauchst, um Freude am Beruf zu verspüren.

Versprechen des Lifestyle Business

Ich lese es auf diversen Blogs immer wieder, die verführerische Nachricht von der Erfüllung in der Eigenständigkeit. Die Nachricht lautet: “Bist du unglücklich im Job, dann kündige und werde eigenständig. Tue was dich glücklich macht, verdiene Geld damit und lebe ein Lifestyle Business.” Da stell ich mir manchmal die Frage, ob ich nun einen Jobwechsel machen oder in die Eigenständigkeit gehen soll.

Ganz ernsthaft fände ich es sehr erfüllend mit meiner Leidenschaft mein vollumfängliches Einkommen zu verdienen. Das wäre ein richtiger Traum. Wäre ich Single und ohne Verpflichtungen, würde ich vielleicht den Mut sammeln und den Schritt wagen. Tatsache ist, dass ich eine Frau und Kind Zuhause habe, Einzelernährer bin und in meinem Job mehr als genug zu tun habe. Zeit bleibt mir kaum und wenn, dann tue ich was mich bereichert, Freude bringt und erfüllt.

Risiko oder Sicherheit

Als Familienvater in die Eigenständigkeit zu treten ist nicht ohne Risiko und sicherlich nicht für jedermann. Als sicherheitsbewusster Mensch gestaltet sich dieser Schritt als wahre Herausforderung. Ja, ich will meine Tätigkeit als Berater ausüben. Ich will aber auch eine gewisses Mass an finanzieller Sicherheit, vor allem um meine Familie ernähren zu können. Solange mir mein Hauptberuf Freude bereitet, sehe ich keine Notwendigkeit den Job zu wechseln oder meine Eigenständigkeit zu forcieren.

Doch was tun, wenn der Job derart öde wird und mich dieser nicht mehr erfüllt? Wenn ich mich im sogenannten Hamsterrad befinde, mich zur Arbeit aufraffen muss und keine Freude dabei empfinde? Dann bin ich in einem Spannungsfeld, welches an meiner Befindlichkeit nagt. Das Spannungsfeld heisst: „Glücklich im Job oder finanzielle Sicherheit für der Familie.” Die meisten Menschen würden zweites vorziehen.

Warum sollte es unmöglich sein ein glücklicher Arbeitnehmer zu sein und der Familie finanzielle Sicherheit zu bieten? Ich sage, es geht beides. Zumindest habe ich für mich einen Weg gefunden.

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Klarheit verschaffen

Im 2012 empfand ich meinen Job als sehr öde. Ich war in einem Hamsterrad gefangen und sah keinen Ausweg. Da ich kurz zuvor eine neue Stelle angetreten hatte, wollte ich nicht nochmals den Arbeitgeber wechseln. Doch ich fühlte mich immer schlechter, sodass ich eine Veränderung anstossen musste. Ich wollte mir über meine Situation Klarheit verschaffen.

Ich zog mich für ein Wochenende in die Berge zurück, wanderte und genoss die Natur. Da ich die Berge mag konnte ich schnell abschalten. Ich fragte mich an dem Wochenende, was mich an meinem Job bedrückte. Schnell kam ich darauf, dass es nicht nur die Stelle war, sondern der Arbeitgeber an sich. “Na dann, gute Nacht”, dachte ich mir. Darauf hin wollte ich mir im klaren werden wie mein zukünftiger Arbeitgeber sein sollte. Die Antwort war simpel. Ich wollte bei jemandem arbeiten, der meine Werte vertritt und ich mich mit ihm identifizieren kann. Ich wollte zu etwas Grösserem beitragen.

Als mir bewusst wurde, welches meine Werte sind, begab ich mich auf die Suche nach einer Stelle in einer entsprechenden Firma. Nach gut einem Jahr wurde ich fündig, bewarb mich und bekam den Job. Ich wusste der Job war nicht perfekt und ich würde an manchen Stellen anderer Meinung sein wie meine Chefs, doch ich wollte für dieses Unternehmen arbeiten. Ich sah mich in der Lage mich dort zu entfalten. Und tatsächlich war es so.

Erfüllung als Angestellter

Nun arbeite ich seit 2 Jahren bei meinem Arbeitgeber und ich bereue meine Entscheidung keineswegs. Vieles hat sich in der Zwischenzeit verändert, doch mein Gefühl der Zugehörigkeit bleibt bestehen. Meine Werte werden noch immer von der Firma vertreten, so dass ich mich voll und ganz mit dem Unternehmen identifizieren kann. Ausserdem sind meine Arbeitszeiten flexibel, so dass ich meiner Beratertätigkeit nachgehen kann. Ich habe “den Fünfer und sWeggli” erhalten, wie man in der Schweiz so schön sagt.

Ich wünsche dir, dass du bei deinem nächsten Jobwechsel dieselbe Erfahrung machen wirst. Wenn du dir deinen Werten bewusst bist sehe ich wenige Hindernisse vor dir. Viel Erfolg!

Herzlichen Gruss

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Noch mehr Inspiration findest du im Artikel “Was ist Selbstbewusstsein

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