Mut zur Veränderung: 8 Tipps die dir garantiert helfen
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Vor 10 Jahren war meine Welt sehr einfältig. Ich feierte damals mein zwölf jähriges Bestehen bei meinem damaligen Arbeitgeber. Wohnen tat ich ebenfalls seit 10 Jahren in derselben Wohnung. Mein Freundeskreis war genauso beständig wie mein Single Dasein. Der Ablauf der Woche entsprach einem Automatismus.

An Veränderung dachte ich nicht. Ich fühlte mich in meiner Komfortzone wohl. Ich hätte sowieso nicht den Mut zur Veränderung aufbringen wollen.
Doch wie das Leben so spielt: Wenn du dich nicht änderst ändern sich die Rahmenbedingungen. So kam es, dass ich mich anpassen musste.

Eine Veränderungskompetenz ist gefragt

Auf Veränderungen von Aussen stellte ich mich immer schon sehr schwer ein. Vor allem als vor 10 Jahren liebe Menschen um mich herum starben. Das war echt hart.
Ich tat mich auch mit selbst initiierten Veränderungen schwer. Das ist ein wenig paradox, denn wenn du selbst eine Veränderung anstösst, solltest du dich am Besten adaptieren können.

Mehr fehlte es grundlegend an einer Veränderungskompetenz. Sie ergibt sich aus:

  • Bereitschaft, sich selbst zu entwickeln und zu verändern
  • Bereitschaft, die Initiative zur Veränderung zu ergreifen
  • Bereitschaft, mit Veränderungen im Umfeld (von außen) umzugehen

Mich selbst zu entwickeln im Sinne von Wissen anzueignen, war für mich kein Problem. Probleme hatte ich mit der persönlichen Weiterentwicklung. Dazu gehörten Gefühle anzunehmen, mich meinen Ängsten zu stellen, mich zu äussern und für mich einzustehen. Ich war gefangen in meiner eigenen Welt und brauchte Mut zur Veränderung. Diesen Mut konnte ich mit der Zeit aufbringen. Es war ein lehrreiches Unternehmen, mit der Teilnahme an Seminare und vielen Gesprächen mit Menschen.

Ein Loblieb für Mut zur Veränderung

Im Lied “Mut zur Veränderung” singt Xavier Naidoo was ich in diesem Beitrag ausdrücken will. Du brauchst Mut um eine Veränderung anzustossen.

In der ersten Strophe werden sehr ungemütliche Situationen beschrieben. Situationen in denen du Mut brauchst um auszubrechen.

In der zweiten Strophe erläutert er worauf du dich einlässt wenn du deine Komfortzone verlassen willst. Dein Leben gewinnt an Höhen und Tiefen, du erlebst Niederschläge, sammelst Erfahrungen und zweifelst an deinem Leben. Kurz um: Du bist persönlich gefordert.

Der Songtext samt Video von Xavier Naidoo findest du hier. Es lohnt sich kurz das Video anzuschauen. Danach kannst du hier weiterlesen.

Es braucht Mut zur Veränderungen

In Komfortzone ist es schön gemütlich. In ihr frönst du deinen Gewohnheiten und Automatismen. Du fühlst dich pudelwohl.

Um aus ihr auszubrechen musst du dich deinen Ängsten stellen. Wenn du es nicht tust bleibst du gefangen in deiner Wohlfühlzone. Nicht nur das. Du wirst bequem, weshalb es dir schwer fällt dich aus ihr herauszuholen.

Veränderungen anzustossen ist wie Sport. Je öfter du ihn übst, desto mehr Energie hast du zu Verfügung. Es fällt dir einfacher den Antrieb und den Mut zu fassen, um die Komfortzone zu verlassen. Dann gelingt es dir einfacher deinen Ängsten zu stellen.

Das liebe Thema “Komfortzone verlassen” verlässt dich nie. Um aus ihr auszubrechen brauchst du einen inneren Antrieb und den nötigen Mut. Du kannst noch soviele Bücher lesen, Videos schauen oder Seminare von Robert Betz besuchen. Das einzige was dich weiterbringt ist Tun und über deinen Schatten zu springen.

8 Tipps um Mut zu fassen

Wenn dir eine Situation missfällt, dann spürst du dies oftmals zuvor in deiner Bauchgegend. Es sagt dir, dass es an der Zeit ist eine Veränderung anzustossen.

Damit es dir gelingt den Mut zu fassen, möchte ich dir ein paar Tipps auf den Weg geben.

Als Beispiel nehme ich den Jobwechsel. Dies war einer meiner ersten Veränderungen, welche ich vor 10 Jahren angehen musste.

Tipp 1: Lass los und triff eine Entscheidung

Nach über 12 Jahren beim selben Arbeitgeber stellte ich fest, dass mir mich das Arbeitsumfeld nicht mehr glücklich machte. Mir viel es schwer loszulassen und meinen Mitarbeitern auf Wiedersehen zu sagen. Allerdings ging es um mich und nicht um sie. Ich musste loslassen und eine klare Entscheidung fällen. “Ich kündige, weil ich es brauche, auch wenn mir die Mitarbeiter Andreas und Robert gute Freunde geworden sind.”

Wenn dir eine Situation missfällt, dann brauchst du eine klare Entscheidung. Willst du in ihr verharren oder brauchst du eine Veränderung in deinem Leben?

Tipp 2: Setze dir ein Ziel

Der Zeitpunkt meines Stellenwechsels war unklar. Daraufhin kam ich lange nicht wirklich in Gang. Dies änderte sich als ich mir das Ziel setzte, auf Ende des Jahres eine Stelle zu finden, die zu mir passte.

Setze dir ein ambitioniertes Ziel. Auch wenn es unrealistisch scheinen mag, wird es dich anspornen. Das gibt dir den nötigen Antrieb, um dir den Mut zu fassen und allfällige Hindernisse zu überwinden. Hierzu gibt es ein tolles amerikanisches Sprichwort: “Greif nach dem Mond – verfehlst du ihn triffst du immerhin einen Stern”

Greif nach dem Mond - verfehlst du ihn triffst du immerhin einen Stern. Klick um zu Tweeten

Tipp 3: Einen Schritt nach dem andern

Als erstes unterteilte ich mein Ziel in Zwischenziele. Dadurch sah ich den Wald vor lauter Bäumen wieder und konnte eine Aufgabe nach der anderen abarbeiten.

Wenn du dir ein ambitioniertes Ziel setzt, dann scheint es nicht erreichbar. Erst wenn du es in kleine Zwischenziele unterteilst scheint es realistisch. Mit dem kleinen psychologischen Trick gewinnst du an Antrieb und Mut deine Ziele zu erreichen.

Tipp 4: Belohne dich für deine Ergebnisse

Mit dem Erreichen jedes Teilziels habe ich mir eine Kleinigkeit gegönnt. z.B. ein feines Nachtessen mit meiner Freundin oder einen Männerabend mit meinen Freunden. Die Belohnungen waren am wichtigsten wenn ich persönlich herausgefordert war und sie auch gemeistert hatte.

Wenn du dich für die Zwischenziele belohnst, tust du dir etwas Gutes. Deine Arbeit und deine Herausforderungen werden damit belohnt. Es ist wie Balsam für deine Seele.

Tipp 5: Fange an zu scheitern

Der Perfektionist in mir hätte nie begonnen Bewerbungen zu schreiben. Alles musste perfekt sein. Und da er an mir immer etwas zu kritisieren hatte war ich nie gut genug für eine Stelle. Als ich mir erlaubte Fehler zu begehen traute ich mich. Mit jedem Schreiben lernte ich hinzu, sodass sie jedes mal besser wurden.

Du bist unfähig von Anfang an alles perfekt zu machen. Du lernst aus Fehlern und sammelst Erfahrungen. Erlaube dir zu scheitern und lerne daraus. Du wirst jedes mal besser.

Tipp 6: Stell dich deinen Ängsten

Die ersten Bewerbungsgespräche waren der Horror. Ich hatte totale Angst vor dem was mich erwartete. Da ich wirklich eine neue Stelle suchte überwand ich meine Ängste. Die Konzentration auf das Hier und jetzt hat mir bei Bewerbungsgesprächen sehr oft geholfen. Bei jedem Treffen fühlte ich mich zunehmends wohler, sodass ich keine Angst mehr zu haben brauchte. Meine Angst vor der Angst war grösser als die Angst selbst.

Wenn du Angst hast, dann ist es hilfreich wenn du an dein Ziel denkst. Es gibt dir Kraft dich auf deine Ängste einzulassen. Meistens ist die Angst vor der Angst grösser als die Angst an sich. Je mehr Erfahrung du sammelst, umso einfacher wirst du deine Ängste überwinden.

Tipp 7: Den Antreiber zügeln

Mein innerer Antreiber ist sehr ungeduldig. Er wollte die Resultate sofort sehen. Dies ist leider nicht möglich. Weshalb es manchmal ganz schön frustrierend war auf Anrufe von Personalbüros zu warten. Die Ungeduld erzeugte in mir einen unnötigen Druck.

Dein Antreiber bringt dich vorwärts. Das ist gut so. Vor allem dann wenn du tatsächlich selbst handeln kannst. Wenn du abhängig von anderen Personen bist, dann zügle ihn. Sei dir bewusst wo du handeln kannst und wo nicht.

Tipp 8: Lass dich unterstützen

Ich hatte mit meinen Bewerbungen keinen Erfolg. Ja du hast richtig gelesen. Meine Bewerbungen haben einfach nicht gezogen.
Erst als ich einen alten Schulkollegen traf und er mich in seiner Firma empfahl, bekam ich eine Stelle. Dies hat mir gezeigt wie wichtig Unterstützung von aussen ist.

Vieles kannst du selbst beeinflussen. Doch manches geht einfacher mit der Unterstützung von aussen. Du darfst ihre Hilfe annehmen. Sei es von Freunden, Familienmitgliedern oder manchmal auch von Coaches.
(Die Beiträge “Wann Coaching sinnvoll ist” und “Wie du einen Coach finden kannst” werden dich hierbei sehr wohl unterstützen. )

Alles zusammen

Um Veränderungen anzugehen brauchst du Mut und innerer Antrieb. Je öfters du aus deiner Wohlfühlzone ausbrichst, desto geübter wirst du. Mit den genannten 8 Tipps fällt es dir leichter Mut zu fassen und eine Veränderung anzustossen. Unterstützend kannst du dir das Lied von Xavier Naidoo wie ein Mantra anhören.

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Dieser Beitrag stellt die Lektion 10 zur Grundlage “Selbstbewusstsein stärken: Der Einstieg” dar.

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