An Menschen, die sich verändern wollen – Aber Angst davor haben

An Menschen, die sich verändern wollen – Aber Angst davor haben

Stell dir vor du gehst einer unliebsamen Arbeit nach. Tagtäglich gehst du zur Arbeit und verrichtest deinen Dienst. Wirklich richtig glücklich bist du nicht dabei.
Du würdest am liebsten den Job wechseln. Allerdings weisst du nicht welcher Tätigkeit du nachgehen möchtest. Alle Optionen scheinen unsicher zu sein und bereiten dir womöglich Angst. Da bleibst du lieber an deiner jetzigen Stelle. Da weisst du was du hast. Wie heisst es doch so schön: “Lieber einen Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach.”

Wer diesen Satz zu sich sagt, der hat es mit der Methatesiophobie zu tun. Der Angst vor Veränderung.

Die Angst vor Veränderung ist ganz natürlich

Der Respekt oder die Angst vor Veränderung ist etwas ganz natürliches. Es ist eine gesunde Reaktion auf Unbekanntes und dient als Schutzmechanismus.

Vor allem in früheren Zeiten waren Veränderungen lebensbedrohlich. z.B. Auf dem Weg von Ortschaft zu Ortschaft lauerten überall gefährliche Situationen. Anstatt auf seinem Weg einen Wald zu umgehen hätte man geradeso gut hindurch gehen können. Hingegen wäre die Wahrscheinlichkeit gross gewesen einem wilden Tier oder einem bösen Menschen zu begegnen.

Die damalige Angst vor Veränderung hat nicht mehr viel mit der heutigen Metatesiomophie zu tun. In Europa leben wir mehrheitlich sicher. Dennoch hast du manchmal ein mulmiges Gefühl gegenüber Veränderungen. Sie wirken auf dich belastend. Vielleicht wehrst du dich unterbewusst gegen sie. Einige solche Situationen kennst du aus deinem eigenen Leben nur zu gut.

Diese Situationen empfinden wir als belastend

Die meisten Angstgefühle die du im Alltag verspürst, entstehen weil du denkst die Veränderung sei gefährlich. In dir findet ein unbewusster Prüfprozess statt. Doch dazu gleich mehr.

Angst bekommst du üblicherweise in einer oder mehreren der folgenden Situationen. Sie bringen dich gut und gerne aus dem Gleichgewicht.

  • Trennung, Trauerfall
  • Beziehung, Partnerschaft, Umzug
  • Schwangerschaft, Baby, Kinder
  • Arbeit, Jobwechsel, Entlassung
  • Prüfungen

Manche Situation hast du womöglich bereits erlebt. Sie waren einzeln gut verkraftbar. Vor allem dann wenn du sie selbst angestossen hattest. Wenn die Veränderung von aussen initiiert wurde oder gleich mehrere Veränderungen auf dich einprasselten, fing dein Schiff vermutlich an zu schaukeln. Du bekamst Mühe mit den Veränderungen und dir schien alles zuviel zu werden.

Veränderungen werden noch belastender empfunden wenn:

  • Du eher eine ängstliche Person bist.
  • Du körperlich, emotional oder seelisch erschöpft bist.
  • sie von aussen kommen.
  • sie zu gross erscheinen und du ihr hilflos gegenüber stehst.
  • sie deine Pläne durchkreuzen.

Wie du auf eine Veränderung reagierst, ist von deiner Einschätzung ihr gegenüber abhängig. Hier kommt dein innerer unbewusste Prüfprozess ins Spiel.

Der unbewusste Prüfprozess

Der unbewusste Prüfprozess setzt ein wenn du im Begriff bist eine Veränderung anzustossen oder ihr konkret gegenüberstehst.

Der unbewusste Prüfprozess

Du stellst dir in solchen Situationen unbewusst die Fragen:

  • Ist die Veränderung bedrohlich?
  • Ist die Veränderung zu bewältigen?

Wenn sie nicht bedrohlich wirkt fängst du an deine Chance zu prüfen und deinen Nutzen daraus zu ziehen. Angst brauchst du keine zu haben. Du kannst womöglich aus ihr lernen.

Wenn sie jedoch bedrohlich wirkt aber zu bewältigen ist, fällst du in einen inneren Widerstand. Mit allen Mitteln versuchst du die Veränderung abzuwenden. zb. mit Abblocken, passivem Verhalten, Negativität. Du bist solange im inneren Widerstand bist du einsiehst, dass die Veränderung notwendig ist.

Sollte die Veränderung bedrohlich und nicht zu bewältigen erscheinen, kickt das Notsystem ein. Du bist im sogenannten Panikmodus. Entweder du flüchtest von der Situation, setzt auf Angriff oder schaltest innerlich komplett ab. Deine Gedanken kreisen rund um das Problem, welches du kaum noch loslassen kannst. Die Angst ist allgegenwärtig. Hier erfährst du tatsächlich Angstsymptome. Verständlicherweise solltest du den Panikmodus so weit als möglich vermeiden.

Die zu vermeidenden Angstsymptome

Sollten die Veränderungen dein Notsystem aktiveren, dann wirst du eine oder mehrere der folgenden Symptome aufweisen.

  • Herzrasen, Herzklopfen
  • Beklemmungsgefühl
  • Atemnot, Kurzatmigkeit
  • Schwindel
  • Zittern
  • Brustschmerzen
  • Schweißausbrüche
  • Mundtrockenheit
  • Übelkeit
  • Unwirklichkeitsgefühle; das Gefühl, „neben sich zu stehen“
  • Kribbeln, Taubheitsgefühle

Diese Symptome sind ernst zu nehmen, genauso wie deine Angst. Menschen tendieren dazu sie zu verneinen. Dies wird dir nicht weiterhelfen. Sich ihr zu stellen hingegen ist der richtige Weg.

Wenn die Symptome dich zu übermannen beginnen, dann ist es höchste Zeit einen Therapeuten aufzusuchen. (Ich sage bewusst Therapeut, da die meisten Coaches dafür nicht ausgebildet sind.)

Soweit soll es gar nicht erst kommen. Die Frage stellt sich wie du den Veränderungen gegenüberstehen kannst, ohne in die Gefahr zu laufen in den Angst und Panikmodus zu verfallen.

Woher die Angst vor Veränderung kommt

Betrachtest du den unbewussten Prüfprozess liegt die Antwort auf der Hand. Eine Veränderung darf nicht bedrohlich erscheinen und muss zu bewältigen sein. Damit umgehst du die Angst vor Veränderung.

Weshalb siehst du die Veränderung als bedrohlich an?

Normalerweise lebst du in deiner Wohlfühlzone. In ihr fühlst du dich sicher und geborgen. (Die meisten Menschen halten sich sehr gerne in Wohlfühlzone auf.) In ihr findest du deine Verhaltensweisen, Gewohnheiten und Automatismen wieder. Alles ausserhalb der Komfortzone bedeutet Veränderung und damit Unsicherheit.

Du siehst eine Veränderung als bedrohlich an, wenn sie sich weit ausserhalb deiner Wohlfühlzone befindet. Je weiter sie sich von ihr entfernt, desto bedrohlicher erscheint sie. In bestimmten Fällen sogar lebensbedrohlich.

Angenommen du willst deine Komfortzone verlassen und entscheidest dich für einen Sprachaufenthalt. Hier scheint ein Sprachaufenthalt in der französischen Schweiz weniger bedrohlich als einer in Australien. Im ersteren sind die kulturellen Unterschiede gering. Im zweiten triffst du auf eine total neue Kultur in einem unbekannten Land mit unbekannten Verhaltensweisen, Gesetzen und Regeln.

Was du alles als bedrohlich empfindest ist sehr individuell. Das hat damit zu tun ob du an deinen Fähigkeiten glaubst eine Veränderung bewältigen zu können.

Weshalb hast du Angst vor Veränderung glaubst sie nicht bewältigen zu können?

Geringer Selbstwert und das fehlen von Selbstbewusstsein sowie Selbstvertrauen lassen dich an deinen Fähigkeiten zweifeln. Du glaubst einfach nicht, dass du die Fähigkeiten besitzt eine Veränderung zu meistern.

Der Mangel an Selbstwert kann vielleicht davon kommen, dass du behutsam aufgewachsen bist. Vieles wurde dir von den Eltern oder anderen Personen abgenommen. Du wurdest in Watte gepackt, bemuttert und musstest keine eigenen Entscheidungen treffen. Die Verantwortung für dein Handeln musstest du nicht tragen. Andere Personen haben dir gesagt wo es lang geht.

Die genannten Mutmassungen brauchen auf dich nicht zuzutreffen. Es kommt gar nicht sehr drauf an woher der geringe Selbstwert stammt. Viel wichtiger ist das Wissen und der Möglichkeit dagegen vorzugehen.

Praktische Tipps um deine Angst vor Veränderung zu überwinden

Damit du in Zukunft besser mit Veränderungen umgehen lernst, gebe ich dir ein paar Tipps auf den Weg. Diese gelten sowohl für Veränderungen, welche von aussen kommen als auch jene welche du selbst in Betracht ziehst.

Bedrohung reduzieren

  1. Lerne deine Gefühle zu steuern indem du dich auf das Hier und jetzt konzentrierst. In der Gegenwärtigkeit verlieren Ängste ihre Wirkung. Vor allem wenn du merkst wo du Handlungsfähig bist und was du nicht in deinen Händen liegt. (Tipp: Lies mal das Buch “Leben im Jetzt” von Eckhart Tolle)
  2. Suche in bevorstehenden Veränderungen nach eigenen Handlungsmöglichkeiten
  3. Übe eine positive Haltung gegenüber Veränderungen anzueignen.
    (Mir hilft es daran zu denken, dass ich immer etwas lernen kann.)
  4. Teile die Handlungsmöglichkeiten in kleine Schritte auf, welche du tatsächlich erreichen kannst.
  5. Priorisiere die Schritte, damit du das Wichtigste und Dringendste als erstes erledigst.
  6. Visualisiere das Endresultat. Wie soll die Veränderung aussehen, wenn sie vollendet ist?

Selbstwert/Selbstsicherheit/Selbstbewusstsein stärken

  1. Fokussiere dich auf deine Stärken. Was kannst du gut und welche Stärke könnte dir helfen die Veränderung zu meistern.
  2. Mache dich deiner vergangenen Erfahrungen bewusst. Was hast du erfolgreich gemeistert und wie bist du mit ihr umgegangen?
  3. Mache dir bewusst bei welchen Veränderungen in deinem Leben du hinterher besser dagestanden bist und was du dabei gelernt hast.
  4. Halte dich vor Augen, dass du Gestalter deines Lebens bist. Du bestimmst über dein Leben und nicht die äusseren Umstände.
  5. Triff Entscheidungen und lerne aus deinen Fehlern.
  6. Sprich mit vertrauten Personen, hole Rat und lass dich von ihnen Unterstützen.( Vorsicht: Schreibt eine Person dir etwas vor, dann erinnere dich an Nr 4+5.)

Fazit

Stell dir vor du gehst einer unliebsamen Arbeit nach. Tagtäglich gehst du zur Arbeit und verrichtest deinen Dienst. Am liebsten würdest du den Job wechseln.
Auch wenn du nicht weisst welcher Tätigkeit du nachgehen willst und alle Optionen unsicher erscheinen, versuchst du für einmal die Taube auf dem Dach zu fangen. Du willst die Veränderung.

Die Angst vor Veränderung (Methatesiophobie) ist normal und kann überwunden werden. Dein innerer Prüfprozess zeigt dir worauf es ankommt. Du weisst nun wie die scheinbaren Bedrohungen angegangen werden können und wie du deinen Selbstwert,Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein stärken kannst. Du hast alles an der Hand um jetzt deine Komfortzone verlassen zu können.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei.

Herzlichen Gruss

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Mut zur Veränderung: 8 Tipps die dir garantiert helfen

Mut zur Veränderung: 8 Tipps die dir garantiert helfen

Vor 10 Jahren war meine Welt sehr einfältig. Ich feierte damals mein zwölf jähriges Bestehen bei meinem damaligen Arbeitgeber. Wohnen tat ich ebenfalls seit 10 Jahren in derselben Wohnung. Mein Freundeskreis war genauso beständig wie mein Single Dasein. Der Ablauf der Woche entsprach einem Automatismus.

An Veränderung dachte ich nicht. Ich fühlte mich in meiner Komfortzone wohl. Ich hätte sowieso nicht den Mut zur Veränderung aufbringen wollen.
Doch wie das Leben so spielt: Wenn du dich nicht änderst ändern sich die Rahmenbedingungen. So kam es, dass ich mich anpassen musste.

Eine Veränderungskompetenz ist gefragt

Auf Veränderungen von Aussen stellte ich mich immer schon sehr schwer ein. Vor allem als vor 10 Jahren liebe Menschen um mich herum starben. Das war echt hart.
Ich tat mich auch mit selbst initiierten Veränderungen schwer. Das ist ein wenig paradox, denn wenn du selbst eine Veränderung anstösst, solltest du dich am Besten adaptieren können.

Mehr fehlte es grundlegend an einer Veränderungskompetenz. Sie ergibt sich aus:

  • Bereitschaft, sich selbst zu entwickeln und zu verändern
  • Bereitschaft, die Initiative zur Veränderung zu ergreifen
  • Bereitschaft, mit Veränderungen im Umfeld (von außen) umzugehen

Mich selbst zu entwickeln im Sinne von Wissen anzueignen, war für mich kein Problem. Probleme hatte ich mit der persönlichen Weiterentwicklung. Dazu gehörten Gefühle anzunehmen, mich meinen Ängsten zu stellen, mich zu äussern und für mich einzustehen. Ich war gefangen in meiner eigenen Welt und brauchte Mut zur Veränderung. Diesen Mut konnte ich mit der Zeit aufbringen. Es war ein lehrreiches Unternehmen, mit der Teilnahme an Seminare und vielen Gesprächen mit Menschen.

Ein Loblieb für Mut zur Veränderung

Im Lied “Mut zur Veränderung” singt Xavier Naidoo was ich in diesem Beitrag ausdrücken will. Du brauchst Mut um eine Veränderung anzustossen.

In der ersten Strophe werden sehr ungemütliche Situationen beschrieben. Situationen in denen du Mut brauchst um auszubrechen.

In der zweiten Strophe erläutert er worauf du dich einlässt wenn du deine Komfortzone verlassen willst. Dein Leben gewinnt an Höhen und Tiefen, du erlebst Niederschläge, sammelst Erfahrungen und zweifelst an deinem Leben. Kurz um: Du bist persönlich gefordert.

Der Songtext samt Video von Xavier Naidoo findest du hier. Es lohnt sich kurz das Video anzuschauen. Danach kannst du hier weiterlesen.

Es braucht Mut zur Veränderungen

In Komfortzone ist es schön gemütlich. In ihr frönst du deinen Gewohnheiten und Automatismen. Du fühlst dich pudelwohl.

Um aus ihr auszubrechen musst du dich deinen Ängsten stellen. Wenn du es nicht tust bleibst du gefangen in deiner Wohlfühlzone. Nicht nur das. Du wirst bequem, weshalb es dir schwer fällt dich aus ihr herauszuholen.

Veränderungen anzustossen ist wie Sport. Je öfter du ihn übst, desto mehr Energie hast du zu Verfügung. Es fällt dir einfacher den Antrieb und den Mut zu fassen, um die Komfortzone zu verlassen. Dann gelingt es dir einfacher deinen Ängsten zu stellen.

Das liebe Thema “Komfortzone verlassen” verlässt dich nie. Um aus ihr auszubrechen brauchst du einen inneren Antrieb und den nötigen Mut. Du kannst noch soviele Bücher lesen, Videos schauen oder Seminare von Robert Betz besuchen. Das einzige was dich weiterbringt ist Tun und über deinen Schatten zu springen.

8 Tipps um Mut zu fassen

Wenn dir eine Situation missfällt, dann spürst du dies oftmals zuvor in deiner Bauchgegend. Es sagt dir, dass es an der Zeit ist eine Veränderung anzustossen.

Damit es dir gelingt den Mut zu fassen, möchte ich dir ein paar Tipps auf den Weg geben.

Als Beispiel nehme ich den Jobwechsel. Dies war einer meiner ersten Veränderungen, welche ich vor 10 Jahren angehen musste.

Tipp 1: Lass los und triff eine Entscheidung

Nach über 12 Jahren beim selben Arbeitgeber stellte ich fest, dass mir mich das Arbeitsumfeld nicht mehr glücklich machte. Mir viel es schwer loszulassen und meinen Mitarbeitern auf Wiedersehen zu sagen. Allerdings ging es um mich und nicht um sie. Ich musste loslassen und eine klare Entscheidung fällen. “Ich kündige, weil ich es brauche, auch wenn mir die Mitarbeiter Andreas und Robert gute Freunde geworden sind.”

Wenn dir eine Situation missfällt, dann brauchst du eine klare Entscheidung. Willst du in ihr verharren oder brauchst du eine Veränderung in deinem Leben?

Tipp 2: Setze dir ein Ziel

Der Zeitpunkt meines Stellenwechsels war unklar. Daraufhin kam ich lange nicht wirklich in Gang. Dies änderte sich als ich mir das Ziel setzte, auf Ende des Jahres eine Stelle zu finden, die zu mir passte.

Setze dir ein ambitioniertes Ziel. Auch wenn es unrealistisch scheinen mag, wird es dich anspornen. Das gibt dir den nötigen Antrieb, um dir den Mut zu fassen und allfällige Hindernisse zu überwinden. Hierzu gibt es ein tolles amerikanisches Sprichwort: “Greif nach dem Mond – verfehlst du ihn triffst du immerhin einen Stern”

Greif nach dem Mond - verfehlst du ihn triffst du immerhin einen Stern. Klick um zu Tweeten

Tipp 3: Einen Schritt nach dem andern

Als erstes unterteilte ich mein Ziel in Zwischenziele. Dadurch sah ich den Wald vor lauter Bäumen wieder und konnte eine Aufgabe nach der anderen abarbeiten.

Wenn du dir ein ambitioniertes Ziel setzt, dann scheint es nicht erreichbar. Erst wenn du es in kleine Zwischenziele unterteilst scheint es realistisch. Mit dem kleinen psychologischen Trick gewinnst du an Antrieb und Mut deine Ziele zu erreichen.

Tipp 4: Belohne dich für deine Ergebnisse

Mit dem Erreichen jedes Teilziels habe ich mir eine Kleinigkeit gegönnt. z.B. ein feines Nachtessen mit meiner Freundin oder einen Männerabend mit meinen Freunden. Die Belohnungen waren am wichtigsten wenn ich persönlich herausgefordert war und sie auch gemeistert hatte.

Wenn du dich für die Zwischenziele belohnst, tust du dir etwas Gutes. Deine Arbeit und deine Herausforderungen werden damit belohnt. Es ist wie Balsam für deine Seele.

Tipp 5: Fange an zu scheitern

Der Perfektionist in mir hätte nie begonnen Bewerbungen zu schreiben. Alles musste perfekt sein. Und da er an mir immer etwas zu kritisieren hatte war ich nie gut genug für eine Stelle. Als ich mir erlaubte Fehler zu begehen traute ich mich. Mit jedem Schreiben lernte ich hinzu, sodass sie jedes mal besser wurden.

Du bist unfähig von Anfang an alles perfekt zu machen. Du lernst aus Fehlern und sammelst Erfahrungen. Erlaube dir zu scheitern und lerne daraus. Du wirst jedes mal besser.

Tipp 6: Stell dich deinen Ängsten

Die ersten Bewerbungsgespräche waren der Horror. Ich hatte totale Angst vor dem was mich erwartete. Da ich wirklich eine neue Stelle suchte überwand ich meine Ängste. Die Konzentration auf das Hier und jetzt hat mir bei Bewerbungsgesprächen sehr oft geholfen. Bei jedem Treffen fühlte ich mich zunehmends wohler, sodass ich keine Angst mehr zu haben brauchte. Meine Angst vor der Angst war grösser als die Angst selbst.

Wenn du Angst hast, dann ist es hilfreich wenn du an dein Ziel denkst. Es gibt dir Kraft dich auf deine Ängste einzulassen. Meistens ist die Angst vor der Angst grösser als die Angst an sich. Je mehr Erfahrung du sammelst, umso einfacher wirst du deine Ängste überwinden.

Tipp 7: Den Antreiber zügeln

Mein innerer Antreiber ist sehr ungeduldig. Er wollte die Resultate sofort sehen. Dies ist leider nicht möglich. Weshalb es manchmal ganz schön frustrierend war auf Anrufe von Personalbüros zu warten. Die Ungeduld erzeugte in mir einen unnötigen Druck.

Dein Antreiber bringt dich vorwärts. Das ist gut so. Vor allem dann wenn du tatsächlich selbst handeln kannst. Wenn du abhängig von anderen Personen bist, dann zügle ihn. Sei dir bewusst wo du handeln kannst und wo nicht.

Tipp 8: Lass dich unterstützen

Ich hatte mit meinen Bewerbungen keinen Erfolg. Ja du hast richtig gelesen. Meine Bewerbungen haben einfach nicht gezogen.
Erst als ich einen alten Schulkollegen traf und er mich in seiner Firma empfahl, bekam ich eine Stelle. Dies hat mir gezeigt wie wichtig Unterstützung von aussen ist.

Vieles kannst du selbst beeinflussen. Doch manches geht einfacher mit der Unterstützung von aussen. Du darfst ihre Hilfe annehmen. Sei es von Freunden, Familienmitgliedern oder manchmal auch von Coaches.
(Die Beiträge “Wann Coaching sinnvoll ist” und “Wie du einen Coach finden kannst” werden dich hierbei sehr wohl unterstützen. )

Alles zusammen

Um Veränderungen anzugehen brauchst du Mut und innerer Antrieb. Je öfters du aus deiner Wohlfühlzone ausbrichst, desto geübter wirst du. Mit den genannten 8 Tipps fällt es dir leichter Mut zu fassen und eine Veränderung anzustossen. Unterstützend kannst du dir das Lied von Xavier Naidoo wie ein Mantra anhören.

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Wenn dir der Artikel gefallen hat freue ich mich auf deine Kommentare.

 

Die Komfortzone verlassen? Nein danke! oder doch?

Die Komfortzone verlassen? Nein danke! oder doch?

Kennst du das?

Du hast tonnenweise Ideen was du alles erleben willst.
Du könntest mit Freunden in die neue Bar gehen.
Du könntest eine Ausbildung starten, die deine Karriere einen Kick verpasst.
Du könntest die Welt bereisen.
Du könntest eine neue Sprache lernen.

Und schlussendlich machst du nichts davon. Du sitzt vor dem Fernseher und ziehst dir die neue Staffel Game of Thrones rein. Dies tust du Tag für Tag.

Wenn dein Leben anfängt öde zu werden, dann ist die Antwort eine Veränderung anzustossen. Es heisst Komfortzone verlassen und etwas Neues in dein Leben ziehen. Das liebe Leben endlich mal zu leben. Dieser Artikel leistet dazu seinen Beitrag und liefert einige Antworten.

Entwicklung geschieht in Wellen

“Ihr Sohn steckt gerade in einer Wachstumsphase. Nicht nur wegen der Grösse. Er wird viele neue Verhaltensweisen ausprobieren. Diese Phase dauert ein paar Monate. Dann ist es wieder ruhiger. Wissen sie, Wachstum geschieht in einer aufsteigenden Welle.”

Wachstum geschieht in Wellen

Die Worte einer Erziehungsberaterin haben mich zum Nachdenken angeregt. Sie hat mir Antworten zu einigen Fragen geliefert. Was Kinder erleben, erleben wir auch als Erwachsene. Bei uns bleibt einfach unsere Körpergrösse dieselbe. Aber wir gewinnen stetig an neuen Erfahrungen hinzu. Dies geschieht indem wir unsere Komfortzone verlassen.

Nach einer Phase des Wachstums, folgt die Phase der Konsolidierung. Wir brauchen eine Pause. In dieser Phase erholen wir uns und sammeln unser Kräfte, um wiederum aus der Komfortzone auszubrechen.

Die Komfortzone ist ganz schön bequem

Die Komfortzone wird auch Wohlfühlzone genannt. In ihr fühlst du dich Pudelwohl. In ihr ist dein Leben berechenbar. Alles was du tust ist dir bekannt. Neues hat hier wenig bis gar keinen Platz. Du verfolgst immer dieselben Gewohnheiten, Rituale, Automatismen und Routinen.

Die Komfortzone gibt dir das Gefühl von

  • Sicherheit
  • Geborgenheit
  • Ordnung
  • Bequemlichkeit
  • Entspannung
  • Genuss

Oh ja, Genuss zählt dazu. In der Wohlfühlzone kannst du so richtig geniessen und es dir gut gehen lassen. Schliesslich hast du keinen Stress und kannst deiner Bequemlichkeit fröhnen. Du brauchst auch mal Zeit, um neue Energie und Kraft zu schöpfen.

Im übrigen verfügst du über eine eigene individuelle Komfortzone. Diese ist umgeben von Grenzen, welche dir Sicherheit versprechen. Um sie zu überwinden brauchst Überwindung. Dies verursacht in dir ein mulmiges Gefühl.

In der Komfortzone kann es schnell langweilig werden. Du erlebst ja nix Neues. Manche Leute sind der Ansicht, dass du dich erst gar nicht in der Wohlfühlzone aufhalten solltest. Deren Wert wird als nicht existent wahrgenommen. Ich bin der Ansicht sie hat denselben Wert wie das Wachstum. Wachstum und Erholung sollten sich die Waage halten.

Dieses Video verbildlicht und erklärt die Komfortzone sehr angemessen. Ich empfehle dir ab 1:01 mit dem Video zu starten. Es beinhaltet einige Lacher.

Je grösser die Komfortzone desto mehr erträgst du

Die Komfortzone ist individuell. Je grösser deine ist, desto wohler fühlst du dich in verschiedenen Lebenslagen. “hä? Wie meinst du das?”

Nehmen wir mal Thomas. Er steht in einer Warteschlange vor einer Kasse. Vor ihm eine grosse Anzahl Menschen. Die Kassiererin arbeitet im Zeitlupentempo. Thomas ist dies egal, weil er Zeit hat. Der Geschäftsmann vor ihm hingegen nicht und wird deswegen immer unruhiger. Er schaut unentwegt auf die Uhr. Er bewegt sich ständig hin und her. Ein Seufzen, ein Murren, ein wütendes Murmeln. Die Nervosität färbt auf Thomas ab. Er wird selbst hibbelig und kribbelig und möchte so schnell wie möglich raus. Meinst du du könntest ruhig bleiben? Auf mich färben solche Situationen ab.

In dieser Situation tut sich ein Thema auf, welches du bearbeitet könntest. Dafür brauchst du dich in Selbstreflexion zu üben, um dein Selbstbewusstsein für diese Situation zu schärfen und Antworten zu erhalten. Wenn du erkennst weshalb du nicht ruhig und gelassen sein kannst, kannst du dich anfangen zu verändern. Finde Lösungen und du wirst ein Weg raus sehen.

Sowohl der Akt der Erkenntnis als auch der Veränderung benötigt Mut. Du begehst einen Schritt aus deiner Komfortzone raus, um Neues über dich zu erfahren.

Mit der Zeit wirst du solchen Situationen gelassener gegenüber stehen. Das nervöse tun des Geschäftsmannes färbt nicht mehr auf dich ab. Du hast somit deine Komfortzone vergrössert.

Deine Komfortzone erweitert sich mit jeder Erfahrung

Je grösser deine Komfortzone wird, desto besser wirst du zu dir stehen. Du weisst wer du bist und was du willst. Gedanken wie: „Darf ich das überhaupt?“, „Was werden die anderen bloß denken?“ oder „Das kann ich doch nicht machen.“, werden immer seltener. Plötzlich erkennst Du, dass du dir die Grenzen selbst gesetzt hast. Du beginnst für dich einzustehen, um Thema für Thema anzugehen. z.B. forderst du ein höheres Gehalt wenn das aktuelle ungerechtmässig erscheint. Vielleicht steht ein Jobwechsel an und du schreibst eine Bewerbung für die Stelle, die dich längst reizt. Vielleicht hast du Angst vor Menschen zu stehen und eine Präsentation zu halten an. Vielleicht suchst du dir die Liebe deines Lebens.

Sobald du deine Grenzen um deine Komfortzone erweiterst, stärkst du dein Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit und deinen Selbstwert. Im Grunde bedeutet die Komfortzone zu verlassen ein persönliches Wachstum.

Komfortzone verlassen = Wachstum oder Stress

Der Titel sagt es bereits. Die Komfortzone zu verlassen bedeutet Wachstum. Das heisst du musst über deinen Schatten springen, um deine Grenzen zu erweitern. Nur damit veränderst du dein Leben und machst Fortschritte. Wirkliche Veränderung, und zwar auf einer tieferen, emotionalen Ebene, findet nur durch Erfahrungen statt, die außerhalb deiner Komfortzone liegen.

Komfortzone Wachstumszone und Panikzone

Sobald du die Grenzen deiner Komfortzone verlässt, betrittst du unbekanntes Gelände. Dies ist die sogenannte Wachstums-, Lern oder Stresszone. Hier warten deine persönlichen Herausforderungen auf dich. Hier findest du aber auch Antworten über deine eigene Verhaltensweise. Sobald du sie betrittst produziert dein Körper Adrenalin. Denn Unbekanntes löst eine Stress Situation aus. Das Adrenalin gibt dir Kraft, um die Herausforderung zu meistern.

Übliche Merkmale für die Wachstumszone sind:

  • Abenteuer / Kribbeln
  • Entwicklung
  • Neue Erfahrungen
  • Selbstsicherheit
  • Veränderung
  • Wachstum
  • Risiko

Solltest du hingegen eine zu grosse Herausforderung gewählt haben, wirkt dies kontraproduktiv auf dich aus. Du schiesst über die Stresszone heraus und landest in der Panikzone. Das kann keine Antwort auf Wachstum sein. Ganz im Gegenteil. Du verlierst die Kontrolle und wirst handlungsunfähig. Die Panikzone ist in deiner Entwicklung zu vermeiden. Hingegen kann es auch sehr hilfreich sein mal ins kalte Wasser zu springen. Damit lernst du dich selbst besser einschätzen und erkennst die Panikzone schneller. Du erhältst die Antworten über dein Panikzone umittelbar.

Die Merkmale der Panikzone sind:

  • Angst
  • Unbehagen
  • Ohnmachtsgefühl
  • Grübeln
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Stillstand
  • Fluchtreflex

Aus lautem Selbsterhaltungstrieb bleibst du in der Komfortzone

Die Panikzone willst du natürlich nicht erreichen. Sie macht Angst. Allerdings hast du auch Respekt vor der Wachstumszone. Denn sie liegt ausserhalb deiner Komfortzone.

In früheren Zeiten bedeutete die Komfortzone Sicherheit. Alles was ausserhalb lag war gefährlich und hätte den Tot bedeuten können. Dein Selbsterhaltungstrieb, welcher aus dem limbischen System im Gehirn stammt, agiert noch immer nach diesem Prinzip. Keine Veränderung = Sicherheit.

Nicht nur die Angst hält dich zurück aus der Komfortzone auszubrechen. Da gesellen sich noch weitere Eigenschaften hinzu:

  • Angst vor Veränderung, §Versagen, Anstrengung, Zurückweisung, etc.
  • Bequemlichkeit (uns geht es einfach zu gut)
  • Selbstzweifel
  • Unsicherheit
  • Unbehagen und unerklärbares mulmiges Gefühl
  • Risiko

Den meisten Eigenschaften bist du dir gar nicht bewusst. Sie agieren im Unterbewusstsein und sind für dich wie blinde Flecken. Sie halten dich mit aller Macht zurück aus deiner Komfortzone auszubrechen. Die Kräfte des Unterbewusstsein sind um ein mehrfaches stärker als unser Bewusstsein. Deshalb ist es so schwierig eine Veränderung anzustossen. Das ist auch der Grund weshalb du dich nicht getraust einen Jobwechseln anszustossen und die längst überfällige Bewerbung zu schreiben oder die Frau im Bus anzusprechen, welche deine grosse Liebe sein könnte.

Wenn du dich gegen Veränderungen sträubst wäre dein erster Schritt, dich mit deinem Unterbewusstsein auseinander zu setzen. Die unbewussten Kräfte verlieren ihre Macht wenn du sie in dein Bewusstsein holst. Du erhältst Antworten über deine Verhalten. Sobald du verstehst, welche Eigenschaften dich an der Veränderung hindern, wird es einfacher werden die Komfortzone zu verlassen. Damit vergrössert sich automatisch deine Komfortzone.

Alles eine Frage der Motivation

Je öfters du etwas tust, desto besser wirst du darin. Das gilt sowohl für das verlassen deiner Komfortzone. Wenn du es dir gewohnt bist mit den Gefühlen und Unsicherheiten umzugehen, dann sind Veränderungen gar keine unüberwindbare Herausforderungen mehr.

Anders Ericsson ist ein renommierter Psychologe an der Florida State Universität. Er hat sich Jahrzehnte damit beschäftigt was wahre Experten ausmacht. Sein Fazit: Neugieriges Ausprobieren, Beharrlichkeit, Scheitern und Lernen machen einen Experten aus. Um dies zu erreichen musst du regelmäßig Gewohnheiten unterbrechen und die Komfortzone verlassen.

Mir stellte sich sich die Frage weshalb ich mich überhaupt verändern sollte. Ich muss doch irgendeine Motivation haben. Und tatsächlich ist deine Motivation ein Schlüssel, um Veränderungen durchzuziehen.

Glücklicherweise ist das Leben ein stetiger Wandel. Finde darin was dich motivieren wird.

Mir hat es oftmals geholfen ein Ziel zu verfolgen. z.B. Hatte ich nie vor eine Ausbildung abzubrechen. Egal wie hart sie war, ich biss mich durch. Dabei musste ich manchmal ganz hart an mir arbeiten.

  • Beim Informatiker Studium war meine Motivation die bessere Arbeit und der höhere Verdienst. Arbeiten musste ich an meiner Organisation.
  • Bei der Coaching Ausbildung wollte ich ein Handwerk lernen, mit welchem ich anderen Menschen helfen konnte. Arbeiten musste ich an meiner Angst vor fremden Personen.
  • Mit meinem Blog möchte ich ebenfalls anderen helfen. Arbeiten muss ich an meiner Ungeduld und Selbstmotivation.

Du kannst nur gewinnen, wenn du wächst

Du kannst nur gewinnen wenn du deine Komfortzone verlässt und anfängst Veränderungen in dein Leben zu ziehen. Klar braucht es Überwindung und Selbstarbeit, aber du erhältst dafür enorm viel mehr zurück.

  • Persönliche Entwicklung:
    Du reifst als Person und kennst deine Bedürfnisse, Werte, Identität, Ängste, Gewohnheiten, etc. Du kennst deine Grenzen und lässt dich nicht mehr so leicht einlullen von anderen. Du stehst mitten im Leben.
  • Selbstbewusstsein/Selbstsicherheit/Selbstvertrauen und ein starkes Selbstwertgefühl
    Du stehst zu dir und stärkst deine Selbstsicherheit und dein Selbstvertrauen. Du bist bewusst bei dir und hast ein besseres Selbstwertgefühl. Du weisst was du kannst und bist von deinen Fähigkeiten überzeugt. Du scheust dich auch nicht Neues zu erfahren um ich zu verbessern.
  • Erlebnis + Abenteuer
    Dein Leben wird abwechslungsreicher. Du wirst offener und neugieriger.
  • Spannung
    Dein leben wird spannend. Du kannst von deinen Erlebnissen erzählen.
  • Interesse von Aussen.
    Leute werden sich für dich interessieren. Denn wer mehr erlebt hat auch mehr zu geben.
  • Kreativität
    Neue Aufgaben erfordern neue Denkansätze, Ideen und Lösungsfindungen. Du lernst immer mehr hinzu und kannst deine Kreativität ausleben. Ausserdem verknüpfst du Erfahrungen Permiteinander, welche du ansonsten nicht verknüpfen könntest.
  • Energie
    Wenn du eine grosse Herausforderung meisterst, fühlst du dich freudig und energiereich. Dein Energielevel erhöht sich mit jeder neuen Erfahrung.

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Erkenne deine Wachstumszone und vermeide die Panikzone

Die Wachstumszone ist eine wichtige Zone für deinen Fortschritt. Je öfters du deine Grenzen erweiterst, desto besser lernst du dich kennen. Du lernst deine Wachstumszone kennen und merkst wann die Panikzone anfängt.

Deine eigene Wachstums und Panikzone zu kennen ist wichtig. Du läufst ansonsten in die Gefahr dich zu überfordern. In diesem Stadium ist kein Wachstum und kein Fortschritt möglich.

In unserer schnelllebigen Welt bist du schnell im Begriff dich zu überfordern. Wir sind im Tun verhaftet, anstatt mal inne zu halten. Meiner Ansicht nach ist es wichtig deine Aufmerksamkeit für dich zu fördern. Halte immer wieder inne und reflektiere wo du stehst. So erhältst du Antworten wo du gerade stehst. Du wirst merken wenn du im Begriff bist dich zu überfordern.

Gute Mittel für die Selbstreflexion sind Meditation und Tagebuch schreiben. Das Selbstbewusstseins Tagebuch kann dich dabei unterstützen. Weitere Tipps findest du in einigen Artikel auf meinem Blog.

Wachstum ohne Überforderung ist gesundes Wachstum

Es gibt die Geschichte vom Hasen und der Schildkröte. Sie symbolisiert deutlich, dass du durch stetige Arbeit ohne Verausgabung deinem Ziel näher kommst als wenn du dich zu sehr verausgabst.

Die Geschichte vom Hasen und der Schildkröte ist ein toller Beitrag zu diesem Artikel.
“Eine Schildkröte wurde wegen ihrer Langsamkeit von einem Hasen verspottet. Trotzdem wagte sie es, den Hasen zum Wettlauf herauszufordern. Der Hase ließ sich mehr aus Scherz als aus Prahlerei darauf ein.

Es kam der Tag, an dem der Wettlauf stattfinden sollte. Das Ziel wurde festgelegt und beide betraten im gleichen Augenblick die Laufbahn.

Die Schildkröte kroch langsam und unermüdlich. Der Hase dagegen legte sich mit mächtigen Sprüngen gleich ins Zeug, wollte er den Spott für die Schildkröte doch auf die Spitze treiben. Als der Hase nur noch wenige Schritte vom Ziel entfernt war, setzte er sich schnaufend ins Gras und schlief kurz darauf ein. Die großen Sprünge hatten ihn nämlich müde gemacht.

Doch plötzlich sah sich der Hase vom Jubel der Zuschauer geweckt, denn die Schildkröte hatte gerade das Ziel erreicht und gewonnen.

Der Hase musste zugeben, dass das Vertrauen in seine Schnelligkeit ihn so leichtsinnig gemacht hatte, dass sogar ein langsames Kriechtier ihn mit Ausdauer besiegen konnte.*

Schlussendlich sind wir alle individuell. Du musst keine Schildkröte sein um in deinem leben weiter zu kommen. Ein Leben als Hase kann genauso verlockend sein, wenn du deine eigenen Grenzen kennst. Wo deine Grenzen liegen musst du allerdings selbst herausfinden. Ich glaube die optimale Geschwindigkeit für die eigene Entwicklung liegt zwischen dem verausgabenden Hasen und der langsamen Schildkröte.

Praktische Tipps um deine Komfortzone zu verlassen und zu erweitern

Im Internet findest du Unmengen von Tipps wie du deine Komfortzone verlassen und erweitern könntest. Ich möchte dich da gar nicht langweilen. Stattdessen möchte ich dir eine mögliche Herangehensweise auf den Weg geben.

Das Ziel der Herangehensweise ist das verlassen und erweitern deiner Komfortzone. Diese sollst du nicht einfach so und ohne Grund verlassen, sondern deine Entwicklung soll für dich einen Sinn ergeben. Da soll dich dieser Artikel unterstützen.

  1. Finde deine Motivation
    Der erste Schritt ist das finden deiner Motivation, der innere Antriebsmotor für das Überwinden von Herausforderungen.
    Was bereitet dir Freude und was möchtest du gerne erreichen? Was liegt dir wirklich am Herzen? Wo geht dir das Herz auf?
  2. Setze ein Ziel
    Ohne Ziel läufst du im Leben kopflos umher. Setz dir eines, welches du von ganzem Herzen erreichen willst. z.B. deine Liebe finden, eine Familie gründen und Kinder liebevoll gross ziehen. Vielleicht steht ein Jobwechsel an und du möchtest endlich die Bewerbung für den anspruchsvollen Job schreiben und hast dich aber nie getraut.
  3. Tun
    Wer ein Ziel hat hat einen Weg. Naja. Zumindest eine Richtung in welche er sich bewegen kann. Also geht es darum mal die ersten Schritte zu gehen. Erfahrungen zu sammeln.
  4. Herausforderung
    Während dem Tun wirst du in absehbarer Zeit an deine persönlichen Grenzen stossen. Hier beginnt die Wachstumszone mit den Herausforderungen. Bist du dir bewusst, dass sie kommen werden, werden sie ihre Wirkung verringern. Du nimmst sie ein wenig gelassener. Ab hier fängt die Arbeit an deiner Persönlichkeit. Bleib dabei und denke jeweils an deine Motivation, weshalb du tust was du tust. Dies wird dir Kraft geben die Herausforderung zu meistern.
  5. Reflexion
    Eine tägliche Reflexion über deine Erlebnisse und Herausforderungen sind heilsam. Schreibst du in ein Tagebuch, was dich beschäftigt schaffst du Bewusstsein in deinem Leben. Reflektiere und suche nach Antowrten, was genau die Herausforderungen sind und versuche Lösungen zu finden. Wenn es alleine nicht geht kannst du immer noch einen passenden Coach finden. Dieser wird dir viele Tipps und Antworten geben können.
  6. Verändern
    Mit dem geschaffenen Bewusstsein kannst du anfangen dein Tun zu ändern. Probiere neue Verhaltensweisen aus. Gehe langsam voran und überstürzte nichts, um nicht in die Panikzone zu geraten. Reflektiere immer wieder und finde die Antworten wie es dir mit der neuen Verhaltensweise geht. Adaptiere sie wenn notwendig.
  7. Wiederholen
    Solltest du die richtige Verhaltenweise gefunden haben, dann wiederhole sie bis du sie verinnerlicht hast. Mit der Zeit wirst du dich wohl fühlen. Aus dem Neuen wurde Routine. Dann weisst du, du hast eine neue Komfortzone erweitert..

Zusammengefasst heisst das…

In diesem Artikel möchte ich ausdrücken, dass in der Komfortzone zu leben ganz schön entspannend und erholend sein kann. Das ist auch gut so. Denn das Leben fordert uns manchmal auf uns aus der Komfortzone zu bewegen. Wenn wir sie von uns aus verlassen haben wir die Möglichkeit den Grad der Veränderung zu bestimmen. Du solltest beim verlassen deiner Komfortzone beachten nicht all zu stark auf das Gaspedal zu drücken, um nicht in der Panikzone zu landen. Besser du gehst es wie eine Schildkröte an: langsam und stetig. So bleibst du in der Wachstumszone und erreichst du dein Ziel bestimmt. Tipps wie du diese erreichst findest du im Internet genügende. In diesem Artikel wird eine alternative Herangehensweise erläutert. Am besten setzt du dir ein Ziel, welches dir ein wirkliches Anliegen darstellt, und arbeitest darauf zu. Dafür bist du bereit deine persönlichen Herausforderungen ins Auge zu sehen. Achtsamkeit und Selbstreflexion werden dir Antworten liefen ob du dich gerade überforderst oder nicht. In dem Sinne: Alles Gute bei dem Verlassen deiner Komfortzone.

Herzlichen Gruss

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Den perfekten Coach finden um durchzustarten

Den perfekten Coach finden um durchzustarten

Als ich kurz vor dem Abschluss zum psychosozialen Berater stand, umgangssprachlich Coach genannt, wollte ich mir eine tolle Coaching Website erstellen. Als Informatiker kenne ich mich in technischen Belangen aus. Deshalb war es für mich das naheliegendste. Potentielle Klienten sollten mich als ihr Coach finden. Wie ich feststellte war ich nicht der Einzige in dem Business mit dieser Idee.

Ich startete eine Suche im Internet. Mich interessierten die besten Angebote von Coaches und Trainer. Die Suchergebnisse erschlugen mich schier. Viele Coaching Angebote empfand ich als seriös aber deren Website war alles andere als professionell. Dem gegenüber standen äusserst tolle Websites mit unseriösen Angeboten. Ich fragte mich wie ein Interessent bei dieser Vielfalt einen passenden Coach finden und den Spreu vom Weizen trennen kann.

Die Aufgabe eines Coaches

Ein Coach hat die Aufgabe dich individuell zu betreuen und begleitet dich auf deinem Weg zu deinem Ziel. Seine Hauptaufgabe ist es zuzuhören und Fragen zu stellen. Oftmals verwendet er offene Fragen, auch als W-Fragen bekannt. Damit bezweckt er, dass du ins Reden kommst und möglicherweise neue Perspektiven eigenständig erkennst. Du wirst deine Komfortzone verlassen müssen. In eurer Zusammenarbeit ergeben sich neue Wege, die du ausprobieren könntest. Die Entscheidung die Wege auszuprobieren liegt in deiner Verantwortung.

Der Coach unterstützt dich als Klienten in deiner Selbsterkenntnis und in konkreter Selbsthilfe. Ein Business Coach zum Beispiel unterstützt dich als Manager deine Karriere zielgerichtet auf Vordermann zu bringen. Dies tut er indem er dir einen Spiegel vorsetzt und deine Verhaltensweise reflektiert. Damit kannst du dir das Wissen aneignen, um für deine Karriere förderlicher zu reagieren. Natürlich musst du hierfür deinen persönlichen perfekten Coach finden.

Die Arbeit des Coaches ist geprägt von seinem eigenen Lebensstil und seinen Vorlieben. Der Coaching Prozess an sich ist immer derselbe. Dieser wird in mit diesem YouTube Kurzfilm veranschaulicht dargestellt.

Die ungeschützte Berufsgattung

Die Berufsgattung Coach hat in Deutschland ein entscheidendes Problem: Der Titel ist nicht geschützt. Jeder kann sich Coach nennen und Beratungen anbieten. Dafür braucht er weder eine langjährige Ausbildung zu besuchen noch irgendwelche Auflagen von Verbänden zu erfüllen. Dies schadet natürlich dem Ruf der Berufsgattung und schürt eine gewisse Unsicherheit dem Coachingsuchenden.

Die Qualität der im Internet tätigen Berater ist fragwürdig. Zudem tummeln sich derart viele Beratungsangebote, dass es schwierig ist den perfekten Coach für dich zu finden. Andererseits war die Auswahl noch nie so vielfältig. Wenn du weisst auf was du achten musst, wirst du trotz der Angebotsmenge den Richtigen für dich finden. Du brauchst lediglich ein wenig Zeit. Ich denke den Aufwand lohnt sich alleweil.

Coach finden: Die Anforderungsliste

Ausbildung und Erfahrung

Die wichtigste Anforderung an einen Berater sehe ich in seiner Ausbildung. Coaching ist ein Beruf, dessen Handwerk gelernt sein muss. Wer es nicht versteht mit Menschen umzugehen begeht einschneidende Fehler. Es ist bereits in manchen Fällen vorgekommen, dass bei Klienten alte traumatisierende Wunden zu Tage getreten sind, weshalb er einen erfahrenen Psychologen aufsuchen musste. In anderen Fällen hat der Berater das tatsächliche Thema des Klienten nicht erkannt und ihn falsch beraten.

Ein Berater sollte mindestens eine fundierte und langjährige Ausbildung abgeschlossen haben und sich nachweislich stetig weiterbilden. Ein gewisses Mass an Erfahrung ist unabdingbar.
Bist du unsicher, ob ein Coach die notwendigen Qualitäten mit sich bringt, dann kannst du ohne zu zögern nach Referenzen fragen.

Ein Berater sollte mindestens eine fundierte und langjährige Ausbildung abgeschlossen haben. Klick um zu Tweeten

Mitgliedschaften bei Verbänden (Hier kannst du einen tollen Coach finden)

Die schweizerische Gesellschaft für Beratung (SGfB) setzt sich für die Qualität des Beratungsberufes ein. Die International Coach Federation (ICF) verfolgt ein ähnliches Ziel. Sie ist sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland und Österreich vertreten.

Alle Mitgliederanträge durchlaufen eine Eignungsprüfung. Wird ein Coach aufgenommen werden ihm Auflagen auferlegt, die er erfüllen muss um die Mitgliedschaft zu behalten.

Wenn du einen Berater findest, der einem Verband angehört, bist du auf der sicheren Seite. Er hat die Ausbildung dich fachmännisch zu beraten und wird dich sicherlich in deinen Zielen weiterbringen.

Um einen zertifizieren Coach zu finden kannst aber auch direkt auf der Verbandswebsite suchen. Hier findest du Unmengen gute Coaches in deiner Nähe.

Supervision + Selbstreflexion

In der Arbeit mit Menschen, vor allem in der psychologischen Beratung, tritt der Coach manchmal an seine Grenzen. Ein erfahrener Berater hat bereits einige persönliche Herausforderungen gemeistert, so dass er weniger an seine eigenen Grenzen gelangt. Dennoch braucht ein Berater manchmal Hilfe von aussen.

In einer Supervision bespricht er schwierige Beratungsfälle mit seinem Berater/Supervisor. Er diskutiert wie er an seine Grenzen geriet und wie er gedenkt mit dem Fall umzugehen. Diese Selbstreflektion ist notwendig, um als Berater gute Arbeit leisten zu können ohne seine eigenen Fehler in die Beratung einfliessen zu lassen.

Die Supervision und Selbstreflexion ist im übrigen ein integraler Bestandteil für die Mitgliedschaft in Verbänden.

Coaching Methoden

Gespräche führen kann jeder Mensch. Doch erst die richtige Fragestellung lockt aus dir die richtigen Antworten hervor.

Es gibt derart viele Coaching Methoden, dass es wiederum schwer ist den Überblick zu behalten. Ich will erst gar nicht auf die Details eingehen. Mir persönlich haben die Methoden aus der Humanistischen Psychologie am meisten beeindruckt.

Das Hauptmerkmal an diesem Zweig der Psychologie ist das konsequente in die Mitte stellen des Klienten. Das bedeutet, dass auf jeden Klienten individuell eingegangen und nicht wie bei anderen Zweigen nach Schema F verfahren wird.

Zu den gängigsten Methoden zählen die Gestaltberatung von Fritz und Laure Perls oder die personenzentrierte Gesprächsführung von Carl Rogers.

Solltest du Interesse an Coaching Methoden haben, dann informiere dich vor einem Beratungs Termin was dich erwartet. Vielleicht stösst du auf Methoden, auf welche du dich auf keinen Fall einlassen willst.
Sei dir bewusst, dass der Coach die in der Theorie beschriebenen Methoden wahrscheinlich nicht 1:1 anwenden wird. Die praktische Anwendung variiert stark. Allerdings weisst du immerhin auf was du dich einlässt.

Online / Offline Coaching

Im Internet lassen sich sehr viele Angebote in Form von Skype Meetings finden. Solche biete ich ebenfalls an. Aus Beratersicht bietet sich der Vorteil, dass man keinen eigenen Beratungsraum herrichten muss und man im ganzen deutschsprachigen Raum arbeiten kann.

Ein persönliches Treffen finde ich weit wertvoller und bevorzuge ich auf jeden Fall. Als Coach bieten sich bessere Möglichkeiten auf den Klienten einzugehen. Ausserdem können Methoden eingesetzt werden, welche in Skype Meetings nicht möglich sind.

Ich finde es toll, wenn ein Coach sowohl Offline sowie Online Coachings anbietet. Da die meisten Berater kostenlose Kennenlern Treffen offerieren, kannst du ihn vorgängig per Skype kennenlernen. Wenn die Chemie stimmt und er in der Nähe praktiziert, kannst du noch immer ein persönliches Treffen vereinbaren.

Persönliche Komponenten

Nicht zu vernachlässigen ist die persönliche Komponente. Der Coach kann ein Genie in seinem Bereich sein, wenn er dir unsympathisch ist werdet ihr nicht harmonisieren.

Im Internet kannst du einige Informationen über Coaches erlangen. Jedoch ist ein Kennenlern Gespräch immer noch das beste Hilfsmittel.

Nimm das Telefon in die Hand und sprich mit ihm. Wenn er dir gegenüber offen ist, dir zuhört, sowie Empathie und Wertschätzung entgegenbringt, bringt er die Haupteigenschaften bereits mit. Der Rest liegt an deiner Einschätzung. Vertrau dabei auf deine Intuition und Ersteinschätzung. Meistens liegst du damit richtig.

Zusammenfassung

Der Beruf Coach ist eine ungeschützte Berufsgattung. Jeder kann sich Berater nennen und als solcher tätig sein. Dies macht es schwierig den Spreu vom Weizen zu trennen. Beachtest du die in diesem Artikel genannten Tipps, wirst du deinem persönlichen perfekten Coach finden und mit ihm durchstarten.

Herzlichen Gruss

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Ab wann Coaching hilfreicher wird als Selbsthilfe

 

Ab wann Coaching hilfreicher wird als Selbsthilfe

Ab wann Coaching hilfreicher wird als Selbsthilfe

Vor zwei Jahren habe ich meine Coaching Ausbildung abgeschlossen. Nach wie vor finde ich die Beratungstätigkeit erfüllend und bringt jedem Klienten, der es seriös angeht, einen enormen Mehrwert. Wenn mich jemand fragt ob er ein Coaching buchen soll, um eine Herausforderung zu meistern oder eine Veränderung anzustossen, dann ermuntere ich diese Person. Oftmals ist sie nach dem Coaching Termin dankbar den Schritt gewagt zu haben.
Hingegen gab es lange Zeit eine Person in meinem Umfeld, die sich sträubte einen Coach oder Therapeuten aufzusuchen. Diese Person war und ist manchmal immer noch eine echte Knacknuss. Wer diese Person ist: Ich selbst.
Ich wünschte ich hätte damals bereits gewusst wann Coaching sinnvoll ist und wann ich in Selbstregie agieren soll.

Ich kann das selbst!

Als introvertierte, ruhige und zurückhaltende Person bin ich oft in meinen eigenen Gedanken versunken. Wenige dieser Gedanken schaffen es an die Oberfläche und werden als Worte ausgedrückt. Die Grafik von Natalie Schnack passt da voll auf mich zu.:-)So kommunizieren Introvertierte - Natalie Schnack
Und wenn meine Gedanken ausgesprochen werden, dann werden sie oftmals anders verstanden als ich es gemeint hatte. Das ist einer der Gründe weshalb ich gerne anderen Leuten das Reden überlasse. Daher stelle ich sehr gerne direkte, indirekte oder provozierende Fragen, die das Gegenüber zum Denken anregen. Also eine optimale Voraussetzung für die Tätigkeit als Coach.

In meinen Gedanken verknüpfe ich Dinge miteinander, mit welchen ich bereits viele schwierige Herausforderungen gemeistert habe. Kein Wunder dachte ich lange Zeit ich könne alle meine Probleme selbst lösen. Und wenn ich es mal nicht konnte, dann suchte ich schweren Herzens Rat bei meinen Freunden oder in meiner Partnerschaft. Solange es sich dabei um technische oder mathematische Herausforderungen handelte kam ich immer gut zu recht. Allerdings stiess ich in persönlichen Belangen schnell an meine Grenzen. Ich kam nie so richtig mit mir in den Kontakt.

Unliebsames Coaching

An meine persönlichen Grenzen kam ich vor 10 Jahren. Es handelte sich um kein Burnout, wie es bei manch anderen Leuten geschieht. Für mich war es schlimmer. Damals starb meine Mutter nach einem langen Leidensweg. Anstatt ihren Tod mittels Reden zu verarbeiten blieb ich stumm. Ich schluckte all meine Trauer in mich hinein und versuchte den Kummer mit mir auszumachen.

Gegenüber meiner damaligen Freundin konnte ich mich ein wenig öffnen. Aber nicht in dem Masse, dass ich alles von mir gezeigt hätte. Irgendwann meinte sie ich solle ein Coaching besuchen oder einen Termin bei einem Psychologen vereinbaren.

“Ich? zu einem Psychologen? Habe ich denn einen an der Waffel?“, war meine erste Reaktion. Als mir Monate später ein Arzt die Diagnose einer psychosomatischen Krankheit stellte, habe ich meinen Standpunkt nochmals überdacht.
Ich surfte im Internet nach potentiellen Berater. Ich las aller ihre Informationen über ihre Coaching und Training Angebote aufmerksam durch, genauso wie ihr Impressum und abonnierte ihre Newsletter. Ausserdem begann ich Bücher zu dem Thema zu bestellen.
Nach einer Weile entschied ich mich tatsächlich mich bei einem Psychologischen Berater anzumelden. Ich wusste zwar nicht was ich bei ihm sollte, doch wenn es mir helfen würde die Enge in meinem Hals zu lösen, dann war ich hier richtig. Tatsächlich lockerte sich die Enge mit jedem besuchten Termin und mein Leben gewann an Qualität. Es war allerdings nicht einfach, denn ich musste meine Komfortzone verlassen.

Ich sehe was was du nicht siehst

Wenn es um mich selbst geht bin ich mit meiner Ansicht befangen. Ich sehe was ich sehen will. Alles andere blende ich aus. Ich meine alles besser zu wissen als die anderen. Ich unterliege dabei einem Trugschluss, denn die eigene Sicht entspricht kaum der Sicht meiner Mitmenschen. Ich habe jede Menge blinde Flecken.

Was ich auf meinem Weg gelernt habe, ist, dass jeder Mensch blinde Flecken hat und in einer ähnlichen Situation steckt wie ich. Ja, auch du. Ehrlich gesagt beruhigt mich das. Denn ich bin kein Einzelfall, sondern stecke mit dir im selben Boot.

Ab wann Coaching sinnvoll wird

Wegen genau diesen blinden Flecken macht es Sinn mit Menschen zu sprechen und sich reflektieren zu lassen. Die erste Anlaufstelle bilden meine Frau und meine Freunde. Beide sind sehr nett und helfen bereitwillig. Sie stehen auf meiner Seite hinterfragen meine Aussagen wenig. Sie ermuntern mich und bestärken mich in meinem Ansichten. Es tut einfach gut mit ihnen zu sprechen. Allerdings lerne ich wenig über mich selbst und meine blinden Flecken.

Die Arbeit mit einem Coach empfinde ich jedoch als unangenehm bereichernd. Unangenehm, weil der Berater meine Ansichten in Frage stellt und mich herausfordert. Sehr oft erkenne ich Neues an mir und erhalte Vorschläge für alternative Verhaltensweisen. Manchmal fühle ich mich emotional ausgelaugt. Hingegen bereichern mich die Coachings und unterstützen mich meine blinden Flecken zu erkennen und meine Ziele zu erreichen.

Ein Coach legt, im Gegensatz zu dem Grossteil meiner Freunde, eine Systematik an den Tag, die für die Erkundung des Selbstbewusstseins notwendig ist. Seine Erfahrung unterstützt mich schneller an meine Ziele zu gelangen, auch wenn die Selbsterkenntnis manchmal schmerzhaft ist.

Wie du siehst bin ich von Coachings angetan. Allerdings würde ich sie nur unter gewissen Gesichtspunkten empfehlen.

Bedingungen einen Coach aufzusuchen

Als ich die Energietherapeuten Ausbildung absolvierte, bekamen wir als Auflage für das Diplom 50 Therapiestunden auferlegt. Das noble Ziel war an sich zu arbeiten. Hingegen war es mein Ziel das Diplom in meinen Händen zu halten. Aus diesem Grund habe ich aus den Beratungsterminen weniger herausgeholt als ich es hätte tun können.

Beachte die drei Gesichtspunkte bevor du einen Coach aufsuchst

Wenn du bereit bist Geld für Coachings auszugeben, dann solltest du ein paar Gesichtspunkte für dich klären.

Was möchtest du konkret erreichen/erfahren?

Wenn du zu einem Coach gehst, dann solltest du dir ein Ziel stecken. Je konkreter dein Ziel ist desto besser. Der Coach wird dir besser helfen können, wenn er weiss was du konkret erreichen willst.

Gehst du ohne Ziel zu einem Coach wird er dennoch Themen finden an denen ihr arbeiten könnt. Es ist zwar nett sich in Selbsterkenntnis zu üben, doch bringt es dir wenig wenn du keine Veränderungen anstösst. Ausserdem wirst du kaum ein Thema bearbeiten, welches dich oder dein Business in deinem Sinne weiterbringt.

Wenn du keine Idee hast was du bei einem Coach bearbeiten willst, habe ich dir einen Tipp:
Bevor du zu einem Coach könntest du Tagebuch schreiben. Damit schaffst du Klarheit über deine akuten Themen und kannst sie mit ihm besprechen.

Bist du bereit dich Herausfordern zu lassen und konfrontiert zu werden?

Die Aufgabe eines Coaches ist dich herauszufordern und dich weiter zu bringen. Ein guter Berater kuschelt nicht mit dir, er spiegelt dich wieder. Für das Kuscheln sind deine Freunde zuständig.

Frage dich deshalb ernsthaft was du genau benötigst. Willst du gekuschelt und in deinen Ansichten bestärkt werden, dann gehe zu deinen Freunden.

Wenn du Konfrontation nicht scheust, dann ist die Zeit und das Geld bei einem Coach richtig investiert.

Bist du bereit an dir zu arbeiten?

Ein Coach sieht dich genau eine Stunde für eine Sitzung. Danach bist du bis zum nächsten Termin auf dich alleine gestellt. Wahrscheinlich wird dir dein Coach eine Hausaufgabe mitgeben. Die Frage ist nun ob du bereit bist zwischen den Terminen an dir zu arbeiten. Wenn nicht, spar dir die Zeit und das Geld.

Der Coach wird es dir auch danken. In seiner Rolle ist es ist sehr frustrierend wenn er bei jeder Sitzung wieder von vorne anfangen muss. Dir bringt es genauso wenig.

Hingegen freut sich der Coach über motivierte Klienten und strengt sich gleich noch mehr an. Dies kommt auch dir zu Gute, wodurch du mehr für dein Geld erhältst.

Take Away

Alles für dich alleine ausmachen zu wollen ist selten ideal. Blinde Flecken kannst du selbst nicht bearbeiten. Dafür ist Unterstützung von aussen sehr hilfreichen. Am Besten du überlegst dir ernsthaft einen Termin bei einem professionellen Coach zu vereinbaren. Schliesslich sollte deine Zeit und dein Geld wohl investiert sein. Im optimalen Falle gehst du mit einem konkreten Thema/Ziel zu ihm und möchtest eine Veränderung anstossen. Dabei sollte es dir nichts ausmachen, wenn er dich spiegelt und konfrontiert. Schliesslich willst du dich weiterentwickeln.
Wenn du die oben genannten Gesichtspunkte für dich beantwortest bist du gewappnet einen idealen Coach für die auszusuchen. Auswahl gibt es ja genug. 😉

Herzlichen Gruss

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Den perfekten Coach finden um durchzustarten

 

Wenn Grenzen fallen kommt die Angst vor Freiheit

Wenn Grenzen fallen kommt die Angst vor Freiheit

Wir möchten frei entscheiden können, frei wählen, wie wir unser Leben gestalten. Das Gefühl von Freiheit ist ein kostbares Gut in unserer Gesellschaft. Freiheit bedeutet auch, Grenzen zu überschreiten, den kontrollierten, sicheren Bereich zu verlassen. Wenn altbekannte Strukturen durch neue ersetzt werden, verspüren wir jedoch Angst. Ist Freiheit letztendlich nur eine Illusion? Nein, behutsam kannst du deine Grenzen erweitern und innere Freiheit erfahren!

Freiheit und Sicherheit- Ein Widerspruch?

Freiheit oder lateinisch libertas, ein großes Wort für das bedeutendste Grundrecht moderner Demokratien. Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und Pressefreiheit stellen den äußeren Rahmen der Freiheit dar. Jeder Mensch soll ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten wählen und frei handeln können. Die Freiheit des Einzelnen endet aber dort, wo die Freiheit anderer leidet. Oder wie Immanuel Kant bereits feststellte: Freiheit zu leben ist nur durch Vernunft möglich. Menschen handeln aber manchmal unvernünftig, deswegen sichern Gesetze das Zusammenleben in größeren Gesellschaften. Gesetzliche Kontrolle bietet uns Schutz und Sicherheit. Du bewegst dich in einer gewohnten Struktur, kennst die Gesetze und deine Umgebung.

Der Mensch braucht eine gewisse Sicherheit, um sich frei zu fühlen und auch frei bewegen zu können. Fürchten wir uns an jeder Straßenecke, werden wir unseren freien Bewegungsraum einschränken. Andererseits können Gesetze selbst natürlich auch regelnd und limitierend wirken. Die Sonne scheint. Ein wunderschöner Rasen vor dir lädt zum Verweilen mit der Picknickdecke ein. Doch das unübersehbare Schild “Betreten strengstens verboten” hindert dich daran. Grenzen der Freiheit werden jedoch nicht nur von Gesetzen, Regeln und äußeren Strukturen gesetzt.

Innere und äußere Freiheit

Wir selbst sind manchmal unsere strengsten Gesetzgeber. Du bist dabei, eine gesetzte Grenze zu überwinden, doch im letzten Moment meldet sich die Angst vor der Veränderung. Es ist die Angst, ein Stück gewohnter Kontrolle abzugeben. Diese Angst lässt dich am Vorhaben zweifeln. Mit vielen zermürbenden “Wenn” – Sätzen nehmen wir uns gerne selbst den Mut. Zusätzlich hat auch unser Innenleben einen Polizisten. Er funktioniert wie ein inneres Wachorgan, das dich bei Gesetzesübertretungen gerne mit dem moralischen Zeigefinger tadelt und in deine Schranken weist. Die kleine Fabel von den Fröschen soll veranschaulichen, wie sehr wir uns manchmal selbst unnotwendige Grenzen auferlegen:

Eines Tages beschlossen fünf Frösche, einen Wettlauf zum Turm zu veranstalten. Da sie sich wirklich eine Herausforderung wünschten, bestimmten sie als Ziel den höchsten Punkt eines Turmes. Die anderen Frösche versammelten sich entlang der Strecke. Sie feuerten die Läufer jedoch nicht an. Stattdessen bedachten sie die Teilnehmer mit mitleidigen Zurufen wie “Nein, das ist nicht zu schaffen” oder “Oje, ihr Armen, das ist zu weit!” Und wirklich gab ein Frosch nach dem anderen auf. Nur ein einziger schien unbeirrt weiterzulaufen. Er kletterte immer weiter den steilen Turm hinauf, bis er schließlich als einzig verbliebener Teilnehmer das Ziel erreichte. Alle waren verwundert und wollten unbedingt in Erfahrung bringen, wie es der Frosch geschafft hatte. Doch als sie ihn persönlich befragen wollten, merkten sie erst, dass der Gewinner völlig taub war!

Diese Geschichte soll natürlich nicht dazu einladen, ohne Sinne durchs Leben zu wandern. Ebenso wenig steht das Gewinnen im Vordergrund. Sie erzählt davon, dass es eigentlich alle geschafft hätten, wären sie nicht auf dem Weg entmutigt worden. Doch äußere und innere Zweifel bremsten das Vorhaben.

Mit kleinen Schritten persönliche Grenzen erweitern

Vielleicht ist uns der höchste Punkt des Turmes manchmal wirklich zu anstrengend und zu groß als Ziel. Sicher hätte es auf dem Weg andere schöne Rastplätze gegeben. Dann wären wir zwar nicht am höchsten Punkt angekommen, hätten jedoch trotzdem unsere Perspektive erweitert. Wir hätten einen Schritt über unsere persönliche Grenze gewagt. Wenn eine Veränderung zu große Angst bereitet, kann man es zuerst mit einem kleineren Schritt versuchen. Der Freund einer Bekannten fühlte sich starr und bewegungslos in seinem Job. Er war mit seiner beruflichen Situation sehr unzufrieden. Doch wenn er von seiner Leidenschaft, der Fotografie, erzählte, strahlte er über das ganze Gesicht. Auf die Frage, ob er nicht eine berufliche Veränderung in Erwägung ziehe, wehrte er jedoch sofort ab. Sein Job gab ihm Sicherheit. Eine Veränderung erfüllte ihn mit großer Angst. Er befürchtete, nicht mehr seinen finanziellen Pflichten nachkommen zu können. Auch das Risiko, vielleicht eine falsche Entscheidung zu treffen oder nicht erfolgreich zu sein, war ihm zu groß.

Schließlich schaffte er einen kleinen, aber für ihn sehr wichtigen Schritt nach vorne. Der Job war noch immer derselbe und wird es wahrscheinlich auch bleiben. Zusätzlich gibt er jetzt Workshops zu Fotografie und Bildverarbeitung und nimmt selbst den einen oder anderen Auftrag an. Seine feste Anstellung braucht er jedoch für sein persönliches Sicherheitsgefühl. Er meinte sogar lachend:”Weisst du, ich mache nur so große Schritte, wie mich meine Beine auch tragen können. Manchmal gehe ich sogar einen Schritt zurück und schäme mich überhaupt nicht mehr dafür!”

Langsam aber sicher

Freiheit und Sicherheit verhalten sich wie zwei Seiten derselben Medaille. Ein hohes gesetztes Ziel lässt sich oft in kleinere Schritte oder Teilziele unterteilen. Selten gibt es nur “entweder – oder”. Lass dir Zeit und spüre bei kleinen Veränderungen nach, ob es der richtige Schritt für dich war. Die Komfortzone verlassen gehört immer wieder dazu. Betrachte deine Ängste mit einem wohlwollenden Blick aber lass sie nicht gänzlich dein Handeln bestimmen. Wage einen Schritt in dem Bewusstsein, dass du auch wieder zurückgehen kannst. War es die für dich richtige Veränderung, dann gratuliere dir zu dem Erfolg. Du hast ein paar Stufen des Turmes erklommen und bist mit einer besseren Aussicht belohnt worden!

Herzlichst

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